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Kokoschka-Schau: Abgründe der Seele

Wolfsburg Kokoschka-Schau: Abgründe der Seele

Mit der neuen Ausstellung schließt sich der Kreis: Zur Eröffnung des Kunstmuseums vor 20 Jahren waren Arbeiten von Fernand Léger zu sehen.

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Humanist und Rebell: Die neue Ausstellung im Kunstmuseum zeigt rund 180 Werke des Wiener Künstlers Oskar Kokoschka.

Quelle: Boris Baschin

Zum Jubiläum in diesem Jahr sind wieder Arbeiten eines herausragenden Vertreters der klassischen Moderne ausgestellt: von Oskar Kokoschka (1886 bis 1980). Die Ausstellung „Humanist und Rebell“ wird am Sonntag, 27. April, um 11 Uhr eröffnet.

Die Überblicksschau mit zwei noch nie gezeigten Werken entstand in Kooperation mit dem Museum Boijmans van Beuningen Rotterdam. Insgesamt sind 55 Gemälde, 138 Papierarbeiten sowie zahlreiche Dokumente aus allen Schaffensperioden zu sehen. Es sind Leihgaben, die in dieser Zusammenstellung noch nie zu sehen waren - und wohl nie wieder so zu sehen sein werden.

Porträts ziehen sich wie ein roter Faden durch die Schau: Mal malte Kokoschka Menschen, die ihm sein großer Förderer Adolf Loos vermittelt hatte, dann waren es Nachbarskinder wie Trudl. Aber auch seine Geliebte Alma Mahler, mit der er drei Jahre lang eine stürmische Liebesbeziehung hatte, malte er ebenso wie Tiere oder sich selbst. Die Bilder sind keine realistischen Abbilder. „Es waren Seelenporträts, die auch die Abgründe der Personen zeigten“, sagt Kuratorin Beatrice von Bormann. Und die schmeichelten den Porträtierten nicht unbedingt. Deshalb kauften auch einige Kokoschkas Bilder nicht.

Im Laufe der Jahre änderte sich der Malstil des Künstler, seine Liebe zu den Porträts blieb wie die Ausstellung zeigt. Es sind Bilder darunter, bei denen Kokoschka mit dramatischem Pinselstrich und dick aufgetragener Farbe arbeitete, aber auch Aquarelle gibt es zu sehen, die aus leichten Pinselstrichen bestehen.

Zwei Arbeiten wurden bislang noch nie öffentlich gezeigt: Eine Postkarte mit Selbstporträt und das Bild „Private Property“. Beide fand die Kuratorin während der Recherche - jetzt sind sie in Wolfsburg zu sehen.

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