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Kokain, Schlagringe, Böller: Wolfsburger verurteilt

Wolfsburg Kokain, Schlagringe, Böller: Wolfsburger verurteilt

Auf die schiefe Bahn ist ein ehemaliger Automechaniker aus Wolfsburg geraten: Der 40-Jährige wurde Mitte Februar von der Polizei geschnappt, als er auf dem Dunantplatz ein Gramm Kokain verkaufen wollte. In seiner Wohnung fanden die Beamten weitere 26 Gramm der Droge, illegale Waffen und 54 sogenannte Polenböller.

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Drogenhandel und Waffenbesitz: Ein ehemaliger Automechaniker stand gestern in Braunschweig vor Gericht, Rechtsanwalt Franco Zauner (l.) vertrat seine Interessen.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Wegen Drogenhandels und Verstoßes gegen das Waffengesetz musste sich der Mann vor dem Landgericht verantworten. Der Tod seines Opas und die Krebserkrankung seiner Mutter hätten ihn aus der Bahn geworfen, erklärte er. Dass er seine zwei Schlagringe, die dreiteilige Stahlrute und einen Elektroschocker nicht besitzen durfte, habe er aber gar nicht gewusst. Und das Kokain habe er von einem Freund bekommen - statt Geld, das dieser ihm schuldete. Die Staatsanwaltschaft zweifelte zwar, aber immerhin: Beim Verkauf des Kokains hatte er keine Waffe dabei und Vorstrafen gab‘s auch nicht. „Es ist kein Kavaliersdelikt, aber es gibt Schlimmeres“, sagte Rechtsanwalt Franco Zauner. Zugute kam dem Angeklagten sein Geständnis: Er darf sich bewähren. Zurzeit kümmere er sich um seine pflegebedürftige Oma, erzählte er. Und er habe am 1. August eine Tanzbar in der Wolfsburger Innenstadt übernommen, will im gleichen Haus Zimmer vermieten. „An Monteure“, so der 40-Jährige.

Wenn er sich allerdings in den nächsten drei Jahren etwas zu Schulden kommen lässt, muss er zwei Jahre hinter Gitter. Seinen 40. Geburtstag hatte er bereits in Untersuchungshaft gefeiert.

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