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Körperverletzung mit Todesfolge: Urologe vor Gericht

Landgericht verhandelt Körperverletzung mit Todesfolge: Urologe vor Gericht

Ein Wolfsburger Medizinskandal landet nach jahrelangen Ermittlungen vor Gericht. Vor dem Landgericht müssen sich ein Urologe (63) und ein Anästhesist (54) wegen des Todes eines Patienten im Jahr 2008 verantworten - der Vorwurf lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge. Dem Urologen wird zudem Abrechnungsbetrug vorgeworfen.

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Razzia in Praxis: Ein Urologe steht wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor Gericht.

wolfsburg. Über vier Jahre lang ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen den Urologen, der seit über zehn Jahren wegen möglicher Behandlungsfehler und weiterer Vorwürfe in der Kritik steht. 2011 wurde die Praxis des Mannes durchsucht, der kurz in Untersuchungshaft kam und gegen den ein Berufsverbot als selbstständiger Arzt verhängt wurde. Zwischendurch warf ihm die Staatsanwaltschaft Abrechnungsbetrug in über 300 Fällen vor. Verhandelt wird allerdings nur der folgenschwerste Fall. 2008 soll er einen Patienten durch eine falsche Diagnose zu einem nicht erforderlichen Eingriff gedrängt haben. Im Zuge des Eingriffs, der unter Narkose statt fand, kam es zu Komplikationen, die zum Tod des Patienten führten. Dem Narkosearzt wird gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge „in Nebentäterschaft“ vorgeworfen. Das Landgericht hat für den Prozess 16 Termine anberaumt, die bis in den Oktober reichen, und zahlreiche Zeugen vorgeladen.

fra

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