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Knochenmarkspende: Wolfsburger ist Lebensretter

Wolfsburg Knochenmarkspende: Wolfsburger ist Lebensretter

Es war nur ein winziger Pieks - doch damit hat Matthias Schnauder einem Amerikaner das Leben gerettet. 2007 ließ sich der 44-jährige Wolfsburger im VW-Werk typisieren. Ein Jahr später konnte er mit einer Knochenmarkspende Raymundo Vela aus New Braunfels in Texas helfen.

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Sind inzwischen dicke Freunde: Der Wolfsburger Matthias Schnauder (l.) und der Amerikaner Raymundo Vela, dem er durch seine Knochenmarkspende das Leben rettete.

Der 64-Jährige war an Leukämie erkrankt. Mittlerweile haben sich beide kennengelernt und sind richtig dicke Freunde. „Ich gehöre schon zur Familie“, erzählt Schnauder schmunzelnd. Deshalb war er jetzt auch zur Hochzeit von Velas Tochter Maryalice eingeladen. Maryalice Davila hatte mitgeholfen, dass ihr Vater seinen Lebensretter persönlich kennenlernt.

2007 fand die Typisierung statt, die der Verein „Wolfsburg hilft“ mitorganisiert hatte. 2008 bekam Matthias Schnauder die Nachricht, dass er der passende Knochenmarkspender für einen Patienten sei. Nach zwei Jahren besteht dann die Möglichkeit, dass Spender und Patient Kontakt aufnehmen dürfen - beide wollten das. „Als ich den Namen von Raymundo im Internet gesucht habe, bin ich auf die Tochter gestoßen“, erzählt der Hehlinger. Es folgten Kontakte zu weiteren Familienmitgliedern, 2012 kam Maryalice dann nach Wolfsburg und da kam die Frage auf, wann der Wolfsburger denn mal nach Texas komme.

Ein Jahr später war es so weit: „Ich war der Überraschungsgast auf Raymundos Geburtstag.“ Und der wohl umjubelste Gast. „Es war sehr schön, den Mann kennenzulernen, dem ich mit meiner Knochenmarkspende helfen konnte“, so der Wolfsburger, der gern und oft in die USA reist. Mittlerweile hat er sich mit Vela schon häufiger getroffen. Sogar bei einem großen Familientreffen war Schnauder eingeladen. „Er ist mein Blutsbruder“, sagt der VW-Mitarbeiter. Und vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr, dass Vela nach Wolfsburg kommt...

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