Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Klinikum entlässt Kranke nachts

Wolfsburg Klinikum entlässt Kranke nachts

Wer krank ist, der gehört ins Krankenhaus – das dachte Uwe Körber (59) aus Hehlingen bis vor Kurzem. Als er seine Mutter Renate Simon (78) jetzt mit starken Schmerzen ins Klinikum brachte, erlebte Körber eine böse Überraschung: Mitten in der Nacht lieferte ein Krankentransport die Seniorin wieder in Hehlingen ab.

Voriger Artikel
Anonyme Briefe: Nahrstedt im Visier
Nächster Artikel
WAZ-Party mit 6000 Besuchern

Sauer auf das Klinikum: Uwe Körber mit Mutter Renate Simon, die nachts wieder nach Hause musste.

Quelle: Photowerk (bs)

„Das finde ich unmöglich“, sagt Körber, dessen Mutter seit einem Schlaganfall vor einem Jahr halbseitig gelähmt ist. Kürzlich verschlechterte sich der Zustand von Renate Simon, sie bekam starke Schmerzen im Bein und konnte nicht mehr gehen.

Der Rettungsdienst brachte die 78-Jährige gegen 21 Uhr in die Notaufnahme. Seine Mutter würde über Nacht im Klinikum bleiben, glaubte Uwe Körber, als die Untersuchung gegen 23.30 Uhr noch nicht fertig war. Doch es kam anders: Nach 1 Uhr fuhr ein Krankenwagen bei Körber in Hehlingen vor, um Renate Simon wieder abzuliefern. „Meine Mutter konnte weder gehen noch stehen. Hätte man sie nicht für eine Nacht im Klinikum aufnehmen können?“, fragt Körber.

Das Klinikum verweist auf die Gesetzeslage. „Es ist Ziel der Gesundheitspolitik, die ambulant vor stationär fordert“, sagte Klinikumsdirektor Wilken Köster. Dass dabei nicht immer der Patientenwunsch im Mittelpunkt stehe, sei auch für das Klinikum bedauerlich. Die Rechtslage schreibe aber vor, dass die Aufnahme eines Patienten nur möglich ist, wenn das Behandlungsziel nicht auf anderem Wege erreicht werden könne.

htz

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf dieser Themenseite zur Landtagswahl 2017 in Niedersachsen finden Sie alle News, Informationen und Prognosen zu der Wahl des niedersächsischen Landtags. mehr