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Stadt Wolfsburg Klinikum: Täter wollte eigene Mutter erstechen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Klinikum: Täter wollte eigene Mutter erstechen
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01:00 17.02.2016
Streifenwagen vor dem Haupteingang: Auch gestern setzte die Polizei ihre Untersuchungen nach der Bluttat im Klinikum fort. Quelle: Roland Hermstein
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Der 40-Jährige, der sich anschließend wohl selbst schwer verletzt hatte, lag gestern auf der Intensivstation, bewacht von der Polizei.

Julia Meyer gab gestern als Sprecherin der Staatsanwaltschaft zum bisherigen Ermittlungsstand so viel bekannt: Es bestehe der Verdacht, dass der Verdächtige sein Opfer im Bett liegend erstochen habe; die Tat habe sich auf einer normalen Station des Krankenhauses ereignet. Täter und Opfer hätten sich nicht gekannt, Julia Meyer: „Es bestand kein Verhältnis zueinander.“ Vielmehr habe man „die Vermutung, dass es sich um eine Verwechslung handelte“. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, sei sicher gestellt worden. Der Verdächtige sei „bei der Tat selbst verletzt worden“, sagt die Staatsanwaltschaft - ob er sich die Verletzungen tatsächlich selbst beibrachte, sagt sie nicht. Zumindest sind die Verletzungen offensichtlich so schwer, „dass die Haft- und Vernehmungsfähigkeit des Verdächtigen noch geprüft werden muss“. Zu den Gründen der Tat wurden vorerst keine Angaben gemacht.

Diese dürften im familiären Umfeld des Verdächtigen liegen, wie die WAZ aus unterschiedlichen Quellen gleichlautend erfuhr. Demnach habe es zwischen dem 40-Jährigen und seiner Mutter Tage vor der Bluttat in der eigenen Wohnung in Wolfsburg Streit gegeben, die Mutter sei dabei verletzt und stationär ins Klinikum gebracht worden. Bereits vor der Tat hatte der Sohn seine Mutter im Klinikum wohl gesucht und fiel dabei dem Personal auf. Allem Anschein nach kam der Mann am Montag mit einem Küchenmesser bewaffnet ins Klinikum und wollte wohl auf seine Mutter los gehen - statt dessen erstach er den nichtsahnenden Rentner in dessen Bett.

Augenzeugen berichteten der WAZ, wie der mutmaßliche Messerstecher Minuten später am Haupteingang des Klinikums zunächst von der Polizei überwältigt und anschließend vom Notarzt behandelt wurde. Der Mann hat sich mit dem Messer offenbar selbst schwere Verletzungen beigebracht. Gestern lag er nach WAZ-Informationen auf der operativen Intensivstation H3A, bewacht von zwei Polizisten vor der Tür.

Die Bluttat war gestern Gesprächsstoff im ganzen Klinikum, Fernsehteams interviewten Patienten und Mitarbeiter. Das Klinikum sprach den Angehörigen des Opfers sein Mitgefühl aus. Auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs zeigte sich tief bestürzt, versicherte aber im Interview mit der WAZ: Die Menschen im Klinikum könnten sich weiter sicher fühlen, es handle sich um einen Ausnahmefall.

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