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"Klassiker bleiben Klavier, Gitarre und Violine"

Interview mit Musikschulleiter Andreas Meyer "Klassiker bleiben Klavier, Gitarre und Violine"

Wolfsburg. Die Wolfsburger Musikschule feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen: Die WAZ sprach aus diesem Auslasse mit Musikschulleiter Andreas Meyer über Trends, exotische Instrumente und Besonderheiten der Wolfsburger Einrichtung.

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Projekt an der Eichendorffschule: Die Musikschule geht immer neue Wege.

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. Was macht die Wolfsburger Musikschule aus?

Die Musikschule bietet Menschen aller Altersgruppen den Rahmen, musikalische Fähigkeiten zu entdecken und individuell zu fördern. Wir sind eine der größten Musikschulen Norddeutschlands mit etwa 2300 Schülern aller Altersgruppen. Die Musikschule bietet mit ihren qualifizierten Lehrkräften ein attraktives Unterrichtsangebot von den Musikzwergen über Fachunterricht in nahezu allen Fächern bis hin zum Klassenmusizieren und der Studienvorbereitenden Abteilung. Über ihre Ensembles und Gruppen, aber auch über die Lehrkräfte wirkt sie in die Stadt hinein und trägt zum kulturellen Leben bei.

Gibt es Kurse oder Instrumente, die besonders beliebt und nachgefragt sind?

Klassiker sind und bleiben Klavier, Gitarre, Violine, Querflöte. Neuerdings gibt es starke Nachfrage nach der Cájon, einem Schlaginstrument in Form einer „Holzkiste“, mit dem man wirkungsvoll ein großes Drumset imitieren kann.

Welches ist das wohl exotischste Instrument?

Unsere Blockflötenlehrkraft Katrin Heidenreich unterrichtet Dudelsack und bietet auch ein Ensemble an: Die „Bumblebees“.

Wie hat sich die Arbeit der Musikschule in den letzten Jahren verändert?

Der Ausbau des Ganztagsbereiches von Kitas und Schulen ist die Antwort auf die zunehmende Berufstätigkeit beider Elternteile. Die Musikschule hat sich daher zu einem kompetenten Bildungspartner entwickelt und bietet maßgeschneiderte Kooperationen an. Das Abitur nach der zwölften Klasse hat dazu geführt, dass viele begabte Schüler ihre Musikaktivitäten einschränken und zum Beispiel auf die Mitwirkung in Ensembles und Orchestern verzichten mussten.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Musikschule?

In den Kooperationen der Musikschule werden mittlerweile rund 900 Schüler in Kitas, Grundschulen und im Klassenmusizieren an weiterführenden Schulen betreut. Auf diese Weise kann die Musikschule ihr Angebot auch bildungsfernen Schichten zugänglich machen. Aufgrund der zeitlichen Eingespanntheit der Schüler, hat sich das Ende der Unterrichtszeit bis in den späteren Abend verlagert.

Was sind die Herausforderungen für die Musikschule der Zukunft?

Die Musikschule muss ihr Angebot ständig weiterentwickeln und neben der durchaus gefragten Vermittlung der „traditionellen Musikausbildung“ auch offen sein für neue Trends und individuelle Interessen. Garanten für eine erfolgreiche Musikschularbeit sind qualifizierte und engagierte Lehrkräfte, die ihre Verantwortung als musikalisches Vorbild ernst nehmen und den Unterricht neben dem unvermeidlichen Üben zu einem Erlebnis für ihre Schüler machen. Der Musikschullehrer der Zukunft kennt sich im klassischen Repertoire ebenso aus wie im modernen Jazz-Rock-Pop-Genre.

Inwieweit muss die Musikschule auf die zunehmende Digitalisierung reagieren?

Die Digitalisierung im Bereich der Musik ist eine große Herausforderung. Musik kann man heute auch mit dem Computer und dem Smartphone kreieren. Hierfür attraktive Unterrichtsangebote zu entwickeln ist Aufgabe der Musikschule.

Interview: Monika Kröger

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