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Kirchenschließungen: Entsetzen in den Gemeinden

Wolfsburg Kirchenschließungen: Entsetzen in den Gemeinden

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte Rita de Vries-Forciniti (Westhagen) vor der Pfarrversammlung am Sonntag. Jetzt ist die Hoffnung für St. Joseph (Mitte-West), St. Elisabeth (Westhagen) und St. Heinrich (Rabenberg) gestorben. Die drei Kirchen werden geschlossen, sobald Käufer gefunden sind (WAZ berichtete).

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Gemeindeleben: Die St.-Heinrich-Kirche (r.) ist nicht nur für kirchliche Veranstaltungen auf dem Rabenberg bekannt. Außerdem gibt es eine gemeinsame Jugendarbeit mit St. Joseph (oben Sternsinger, unten Orchester).

Quelle: Manfred Hensel

Fassungslos ist Familie Bieniek aus Westhagen. Sie sind doppelt betroffen, wohnen in der Gemeindewohnung und übernehmen Hausmeisterdienste für St. Elisabeth (Foto unten). Heute ist ein Gespräch mit dem Dekan über die Zukunft geplant. Es schwirren Gerüchte, dass sich bereits eine andere Religionsgemeinschaft für die Kirche interessiert.

„In St. Joseph wurde ich getauft und habe die Kommunion empfangen.Traurig!“, sagt Gemeindemitglied Antonino Messina. „Ich muss es erst sacken lassen“, meint Birgit Dymbowski. Sie leitet Kinderchor, Jugendorchester und Sternsinger in St. Joseph. „Wir haben viel mit der St.-Heinrich-Gemeinde zusammengearbeitet“, erzählt sie, „Besonders traurig ist, dass beide Kirchen geschlossen werden.“ Waldemar Jarschke (Katholische Erwachsenenbildung) ist wütend: „Man müsste auf die Barrikaden gehen! Wir haben vieles in St. Heinrich organisiert. Und was machen die Seniorenkreise, die Messdiener und die Kindergärten?!“

Auch Nicht-Katholiken sind bestürzt. Wolfgang Ehrlich zum Beispiel: „St. Heinrich fungiert doch schon als Veranstaltungszentrum und die Protestanten nutzen hier den Kindergarten. Könnten sich beide Konfessionen nicht zusammentun?“, fragt er. Dafür gebe es keine Chance, bedauert der evangelische Pastor Frank Morgner. Er fühlt mit den katholischen Kollegen: „Es tut weh! Das war auch so, als wir die Arche in der Innenstadt aufgeben mussten. Aber es ist der Weg, den Kirchen heute gehen müssen.“

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