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Stadt Wolfsburg Kirchen: Viele treten aus - und kommen später zurück
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kirchen: Viele treten aus - und kommen später zurück
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00:16 10.08.2016
Raus aus der Kirche: Doch obwohl viele Wolfsburger austreten, sind die Mitgliedszahlen der großen Kirchen nahezu konstant. Quelle: Archiv (2)
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Die nackte Statistik belegt es: Die Zahl der Kirchenaustritte hat in Wolfsburg aktuell eine zwar nur leichte, aber doch fallende Tendenz. Was dazu kommt: „Zugenommen haben die Taufen, die Trauungen und deutlich erkennbar auch die Wiedereintritte“, sagt Pfarrer Thomas Hoffmann von der Pfarrei St. Christophorus. Sie ist mit aktuell 14.765 Mitgliedern die größte in der VW-Stadt, dazu kommen St. Marien (Fallersleben) mit 4145 und St. Michael (Vorsfelde) mit 6174 Mitgliedern - macht unterm Strich 25.084 gläubige Katholiken. Hoffmann: „Insgesamt ist die Entwicklung der Zahlen ausgesprochen positiv.“

Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Wolfsburg hatte zum Jahresende 19.091 Mitglieder. Den Austritten stehe auch hier eine wachsende Zahl von Taufen und Eintritten gegenüber, sagt Superintendentin Hanna Löhmannsröben. Die finanziellen Auswirkungen seien aktuell nicht dramatisch - „jedoch schmerzt uns jeder Austritt aus inhaltlichen Gründen.“

Die Propstei Vorsfelde verfügt zurzeit über 24.600 Mitglieder - ihr Gebiet umfasst aber auch Orte in den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt. Hier machten sich in den letzten Jahren sinkende Mitgliederzahlen bereits schmerzlich bemerkbar, wie Wilfried Leonhardt weiß: „In Reislingen gab es einmal zwei Pfarrstellen, jetzt ist es nur noch eine. Und in Wendschott wurde auf eine halbe Stelle reduziert.“ Zurzeit laufe in der Landeskirche eine Strukturreform, Ziel: Gemeinden sollen enger zusammen arbeiten, um verlässliche Pfarrstellen mit dauerhaftem Bestand zu schaffen.

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WAZ-INFO: Kirchenaustritte

2014: insgesamt 1204; davon ev.-lutherisch 847, römisch-katholisch 347, sonstige 10.
2015: insgesamt 1027; davon ev.-lutherisch 735, römisch-katholisch 286, sonstige 6.
2016, erstes Halbjahr: insgesamt 494; davon ev.-lutherisch 361, römisch-katholisch 127, sonstige 6.

Nachgefragt: Der Weg zurück in die Kirche ist offen

Thomas Hoffmann ist Pfarrer der katholischen St.-Christophorus-Pfarrei. WAZ-Redakteur Ulrich Franke  sprach mit ihm über das Thema Kirchenaus- und Eintritte.

Was bewegt Menschen, der Kirche den Rücken zu kehren?
Die Gründe sind vielschichtig. Manchmal sind sie finanzieller Natur, manchmal ist Enttäuschung über die Institution Kirche im Spiel. Oftmals aber wollen sich junge Leute auch einfach frei schwimmen von der Familie und alles anders machen.

Und warum treten viele Menschen neu oder wieder ein?
Es gibt ganz praktische Gründe – man möchte Pate werden, das eigene Kind soll getauft werden. Und viele werden im Laufe ihres Lebens auch kompromissbereiter. Die Kirche, wie sie jeder Einzelne für sich im Idealfall sehen würde, gibt es vermutlich nicht. Aber oft die Erkenntnis: Das Gute überwiegt doch deutlich.

Was sagen Sie jemandem, der aus der Kirche austritt?
Wir geben dich nicht auf, der Weg zurück ist immer offen. Entscheidend ist aus kirchlicher Sicht ohnehin die Taufe; der Austritt ist ein rein staatsrechtlicher Akt, den viele andere Länder gar nicht kennen.

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