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Stadt Wolfsburg Kirche verliert mehr Mitglieder
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kirche verliert mehr Mitglieder
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23:59 09.01.2014
Kirche den Rücken gekehrt: 929 Wolfsburger traten aus. Quelle: Archiv
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Hartmut Keitel, Vorsitzender des Kirchenkreistags, überlegt, ob ein Projekt „Gläserne Taschen“ helfen könnte: „Die Kirchensteuer ist eine Art Solidaritätsbeitrag. Vielleicht sollten wir stärker öffentlich machen, was alles mit dem Geld passiert“, meint er.

Wolfsburg hat immer mehr Einwohner, weder die evangelische noch die katholische Kirche aber können davon profitieren. „Der negative Trend hält seit Jahren an. Inzwischen ist nur noch etwa die Hälfte der Wolfsburger Mitglied der Kirche“, weiß Keitel. „Das sind Großstadt-Verhältnisse.“ Und es zeige sich auch in der Aufteilung der Gläubigen: In den Außenbereichen Wolfsburgs - also in den Dörfern - sei die Zahl der Mitglieder inzwischen doppelt so hoch wie in der Kernstadt.

Dabei habe man gerade in Wolfsburg viel zu bieten, betont Keitel: „Beratung, Bildung und Kinderbetreuung ergänzen die Arbeit in den Ortsgemeinden. Das ist natürlich sehr personalintensiv.“ Etwa 70 Prozent des Steuerertrags fließe in Löhne und Honorare. Pfarrer Wilfried Leonhardt, stellvertretender Propst in Vorsfelde, glaubt nicht, dass eine Senkung der Kirchensteuer den Trend ändern könnte. „Wer sich daran stört, hat sich innerlich schon entfernt“, meint er.

Der Eklat rund um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van-Elst hat der katholischen Kirche zusätzlich geschadet. Dechant Thomas Hoffmann hofft, dass gute Arbeit vor Ort irgendwann trotzdem die Trendwende einleiten kann.

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