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Kippe mit DNA-Spuren

Wolfsburg im Gericht Kippe mit DNA-Spuren

Zeugen gab es nicht, ein Geständnis erst recht nicht - dafür aber zwei Zigarettenkippen. Und die brachten einem Mann (42) aus Polen jetzt 1000 Euro Geldstrafe wegen Diebstahls ein: Die Kippen mit seiner DNA waren am Tatort gefunden worden.

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Amtsgericht: Es ging um einen ungewöhnlichen Fall.

Quelle: Photowerk (bb/Archiv)

Der Fall mutete skurril an: Im März 2012 hatte wahrscheinlich eine ganze Bande auf der Wiese eines Nebenerwerbs-Landwirts in Almke landwirtschaftliche Geräte abtransportiert, darunter einen Mäher und einen Wender. „Die wiegen über eine halbe Tonne“, erklärte der Landwirt (74) im Zeugenstand. Die Täter setzten erst eine Schubkarre ein, doch die zerbrach - wie der Abtransport doch noch gelang, ist unbekannt.

Der Angeklagte stritt die Tat ab - jemand müsse seine Zigarettenkippen an der Raststätte aufgelesen und auf der Wiese in Almke deponiert haben. „Schwachsinn“, so der Richter. Was gegen den Angeklagten sprach: Er ist in Polen Landwirt, seine DNA wurde in Deutschland bereits an vier anderen Tatorten von Diebstählen festgestellt.

In seinem Schlusswort ließ der Angeklagte dann doch noch so etwas wie ein spätes Geständnis übersetzen. Statt alles abzustreiten, fragte der 42-Jährige nur noch kleinlaut an: „Kann ich die 1000 Euro in Raten bezahlen?“

fra

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