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Kiosk am Gericht: VfL-Fans starten Protestaktion

Gegen Schließung Kiosk am Gericht: VfL-Fans starten Protestaktion

Die grün-weiße Trinkhalle am Amtsgericht ist seit Jahrzehnten Treffpunkt von VfL-Fans. Jetzt soll der Kiosk verschwinden. VfL-Fans starten eine Unterschriftensammlung für den Erhalt der Trinkhalle – und der VfL Wolfsburg unterstützt die Aktion.

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Zuspruch für Giovanne Mescotto und seine Trinkhalle: Gegen die Schließung sammelm VfL-Fans Unterschriften.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Rettet die grün-weiße Trinkhalle am Amtsgericht: Unter diesem Motto startet der VfL-Fan-Club Ahmstorfer Pirates am Samstag um 12 Uhr eine große Unterschriftensammlung am beliebten Fan-Treffpunkt. Der VfL Wolfsburg unterstützt die Aktion seiner Fans, die Stadt Wolfsburg hält sich weiterhin bedeckt.

Ein neuer Investor hat Trinkhallen-Pächter Giovanne Mescotto zum Jahresende gekündigt, doch wollen viele VfL-Fans nicht hinnehmen: „Man kann doch einem 82-jährigen Mann nach 38 Jahren nicht einfach seinen Lebensinhalt und uns einen Treffpunkt wegnehmen“, sagt Sven Pieper (Ahmstorfer Pirates). Gemeinsam mit Ralf Göhner (ebenfalls Ahmstorfer Pirates) startet er eine Unterschriftensammlung für den Erhalt des Kult-Kiosks. „Ich hoffe, dass möglichst viele VfL-Fans mitmachen“, sagt er. „Auf Facebook ist schon richtig viel los deswegen.“ Wolfsburgs Bürgermeister Günter Lach (CDU) und Ehrenbürger Rocco Artale (SPD) riefen in der WAZ alle Wolfsburger dazu auf, sich an der Unterschriftenaktion zu beteiligen – um diese „letzte Wolfsburger Fußball-Kultstätte“ zu erhalten. Auch Carsten Ihle, Leiter Fanwesen beim VfL Wolfsburg, betont: „Für eine lebendige Fankultur sind feste, seit Jahrzehnten bestehende Treffpunkte im Stadtbild immer wichtig, weil sie identitätsstiftend wirken. Ich hoffe deshalb, dass sich das Engagement der VfL-Fans auszahlen wird und es nicht zu einer Schließung kommt.“ Das VfL-Fanwesen werde an der Unterschriftenaktion teilnehmen.

Zurückhaltend äußerte sich am Freitag Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD): „Da es sich um einen privaten Pächter handelt, haben wir als Stadt grundsätzlich keine Möglichkeiten einzuwirken.“ Für das Engagement der Fans habe er Verständnis: Für sie sei es teilweise ein Ritual, sich bei Heimspielen des VfL an der Trinkhalle als festem Anlaufpunkt zu treffen.

Von Carsten Bischof

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