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Stadt Wolfsburg Kinderpornos auf dem Handy
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kinderpornos auf dem Handy
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23:55 10.04.2014
Prozess um Kinderpornos vor dem Amtsgericht: Glatter Freispruch für den Angeklagten.
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Anfang Februar 2011 hatte die Polizei den in Wolfsburg lebenden Mann wegen einer anderen Sache überprüft und dabei auch das Handy beschlagnahmt. Auf dem Nokia fanden sich 53 Fotos und 22 Videos mit hartem kinderpornografischen Inhalt; was folgte, war die Anklage.

Vor Gericht aber schwor der Angeklagte Stein und Bein, er habe diese Bilder nie gesehen und nicht einmal gewusst, dass sie auf dem Gerät gespeichert waren. Seine Version klang durchaus plausibel: Weil sein eigenes Handy kurz zuvor kaputt gegangen sei, habe er Anfang 2011 in einem Vereins-Treffpunkt von einer Zufallsbekanntschaft das gebrauchte Nokia gekauft, seine eigene SIM-Karte eingeschoben und das Gerät kurze Zeit benutzt - dann landete das Handy auch schon bei der Polizei.

Die konnte nicht mehr feststellen, wann die Pornos tatsächlich gespeichert worden waren - auf jeden Fall aber zu einem Zeitpunkt vor 2011, so viel ließ sich rekonstruieren. Und: Die Dateien waren auch nicht auf den ersten Blick zu finden. Die Version des Angeklagten war nicht zu widerlegen, selbst die Staatsanwältin beantragte schließlich den glatten Freispruch - und so kam es auch.

fra

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