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Kinder aus Randgruppen sind häufiger auffällig

Schulanfänger-Untersuchung Kinder aus Randgruppen sind häufiger auffällig

Wenige Wochen vor Schulbeginn lädt das Gesundheitsamt jährlich etwa 1200 Jungen und Mädchen zur so genannten „Schuleingangsuntersuchung“ ein. „Im Wesentlichen geht es darum, festzustellen, ob gesundheitliche Beeinträchtigungen bestehen, die eine schulische oder sonstige Förderung notwendig machen“, erklärt Gesundheitsamtsleiter Dr. Friedrich Habermann.

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Junge Schüler: Bevor der Schulalltag beginnt, müssen die Jungen und Mädchen zur Schuleingangsuntersuchung.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Die Untersuchung aller Wolfsburger Schulanfänger ist eine der zentralen Aufgaben des Gesundheitsamtes.

Einige Ergebnisse aus 2010: Nach der Schuleingangs-Untersuchung hatte jedes fünfte Kind Sprachstörungen und mehr als jedes Kind war vor dem Schulstart schon zu dick. Doch Habermann erklärt, dass die Zunahme der Sprach-Entwicklungsstörung zumindest zum Stillstand gekommen sei. „Wir glauben, dass Gesundheitsförderung in den Kindergärten und Zuhause hier erste Früchte tragen“, ist sich Habermann sicher. Und: Erfreulich sei auch, dass die Zahl der übergewichtigen Kinder in den letzten Jahren stetig abgenommen habe. Nicht geändert hat sich, dass Jungen im allgemeinen etwas häufiger auffällig sind als Mädchen.

Doch trotz Gesundheitsförderung: Kinder aus sozialen Randgruppen sind immer noch häufiger auffällig. Habermann ist sich sicher, dass sich dieser Trend auch in den nächsten Jahren nicht umkehren wird. Brisant: „Bei den Untersuchungen des letzten Jahrgangs ist uns aufgefallen, dass Schichtarbeit neben anderen ein Risikofaktor sein kann.“ Nun ist er gespannt, ob die Untersuchungen der kommenden Jahren diese Entwicklung bestätigen.

Grundsätzlich sieht Habermann die Entdeckung von Risikofaktoren als Grundlage, um die Förderung für die Kinder zu verbessern.

von Monika Kröger

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