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Stadt Wolfsburg Kerstin Fuhrmann ist frustriert: Kein einfacher Weg zur Altenpflegerin
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kerstin Fuhrmann ist frustriert: Kein einfacher Weg zur Altenpflegerin
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00:26 17.05.2018
Frustriert: Kerstin Fuhrmann fehlt ein Schuljahr, um an der Fachschule für Altenpflege angenommen zu werden – dabei werden in ganz Deutschland Beschäftigte für den Beruf gesucht. Quelle: Foto: Roland Hermstein
Wolfsburg

Ganz Deutschland sucht Beschäftigte für die Altenpflege. Um sich zur Fachkraft weiterbilden zu können, müssen die aber mindestens einen erweiterten Hauptschulabschluss vorweisen können. Kerstin Fuhrmann empfindet das als Schikane, die Leitung der Diakonie-Altenpflege verweist aufs Gesetzbuch – und auf die hohen Ansprüche im Beruf.

Kerstin Fuhrmann arbeitet bei einem privaten, mobilen Pflegedienst in Wolfsburg – und zwar offenbar als verlässliche Kraft. Ihre Chefin hatte ihr den Vorschlag gemacht, sich zur examinierten Altenpflegerin weiterzubilden. Im Vergleich zur Pflegehilfskraft verdient eine Fachkraft etwa 2000 Euro mehr im Jahr. Allerdings muss sie vorher eine dreijährige Ausbildung an einer Fachschule absolvieren. Die 41-jährige Kerstin Fuhrmann war dazu bereit, absolvierte mit Erfolg eine Art Psycho-Test beim Jobcenter und stellte sich dann bei der Berufsfachschule in der Schulenburgallee vor. Doch dort gab’s eine Abfuhr.

Zehn Schuljahre seien nun einmal die Mindestvoraussetzung, sagte Schulleiterin Ethel Narbei. Die meisten der aus dem Ausland stammenden Kräfte, die bei der Diakonie in Wolfsburg ihre Ausbildung machen, hätten in der Heimat sogar schon studiert, berichtet sie. „Wir wollen niemandem Steine in den Weg legen, wir versuchen für alle Wege zu finden“, betonte sie.

Ihr Vorschlag für Kerstin Fuhrmann: Sie könnte sich erst einmal an der Sozialfachschule Anne-Marie-Tausch in Detmerode für die Ausbildung zur Pflegeassistentin anmelden. Die läuft zwar zwei Jahre, aber wenn das zu lange dauere, könne sie ja nach einem Jahr die Ausbildung abbrechen und dann zur Altenpflegeschule wechseln. Falls sie dann beim Einordnungstest gut abschneide, könnte sie die Ausbildung hier sogar um ein Jahr verkürzen und verliere gar keine Zeit.

Den Einordnungstest legte Ethel Narbei der Bewerberin gleich einmal vor – offensichtlich auch mit dem Ziel, ihr zu zeigen, welche Anforderungen sie erwarten. Hintergrund: Die Abbrecherquote ist hoch, da viele unterschätzen, welches medizinische Fachwissen erwartet wird.

Die neue Bewerberin allerdings fühlte sich durch den Text, in dem viele Fachbegriffe schon als bekannt vorausgesetzt wurden, vor den Kopf gestoßen. „Die wollen mich da einfach nicht“, war ihr Eindruck.

Von Andrea Müller-Kudelka

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