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Keine Praxisgebühr mehr: Patienten und Ärzte freut's

Wolfsburg Keine Praxisgebühr mehr: Patienten und Ärzte freut's

Die Praxisgebühr wird abgeschafft: Das freut nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte und das Praxispersonal. „Endlich sind die Ärzte nicht mehr die Kassierer der Krankenkassen“, lobt Dr. Andreas Korsch von der Kassenärztlichen Vereinigung.

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Zehn Euro Praxisgebühr pro Quartal: Die Regierung will die Bürger entlasten und schafft die Gebühr ab.

Quelle: Frank Rumpenhorst

CDU und FDP einigten sich jetzt bundesweit auf die Abschaffung der Praxisgebühr zum Januar 2013 - Patienten müssen pro Quartal also künftig nicht mehr zehn Euro zahlen, wenn ein Arztbesuch nötig wird.

Diese Regelung entlastet die Kassenpatienten mit bis zu 40 Euro pro Jahr. Und auch die Ärzte freuen sich, denn sie mussten die Gebühr in den vergangenen Jahren für die Krankenkassen einsammeln. „Vor allem für die Allgemeinmediziner und deren Praxisteams bedeutet das einen gewaltigen Bürokratie-Abbau“, weiß Korsch. Sie mussten die Gebühren einsammeln, ohne Aufwandsentschädigung. „Noch dazu kam, dass viele Patienten dachten, das Geld verdient der Arzt, doch der musste es nur eintreiben und weitergeben“, so Korsch.

Ein Ziel der Praxisgebühr war es, Arztbesuche zu steuern und unnötige Facharztbesuche zu vermeiden. Der Hausarzt sollte als Lotse und erster Ansprechpartner entscheiden, ob ein Facharztbesuch notwendig ist - wenn ja, dann nur mit einer Überweisung.

Doch dass ohne Praxisgebühr jetzt die Facharztpraxen überflutet werden, damit rechnet Lungen-Facharzt Korsch nicht. „In meiner Praxis bestehen wir nach wie vor auf Überweisungen. Wenn ein Patient keine hat, wird er in der Regel bei uns abgewiesen“, erklärt Korsch.

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