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„Keine Hexenjagd“: Reislinger haben Mitleid mit der Familie

Wolfsburg „Keine Hexenjagd“: Reislinger haben Mitleid mit der Familie

Es ist eine ruhige Wohngegend, in der der Terrorverdächtige Ayub B. (26) mit seinen Eltern und Brüdern lebte - und es bleibt ruhig. „Wir wollen keine Hexenjagd“, sagen Anwohner im Modersohn-Becker-Ring. Ein „mulmiges Gefühl“ haben aber einige und vor allem Mitleid mit der Familie.

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Reislingen: Rund um die Straße, in der Ayub B. lebte, haben viele ein mulmiges Gefühl – und Mitleid mit der Familie.

Quelle: Photowerk (amü)

„Ich war erschrocken, als ich gehört habe, dass hier ein Terrorverdächtiger verhaftet worden ist“, sagt die Reislingerin Britta Steinborn (48), „aber solche Menschen gibt es wohl immer und überall.“ Auch Bernd Herrmann (72) fühlt sich in Reislingen grundsätzlich sicher. Er sieht die überregionale Politik in der Pflicht: „Das Rechtssystem ist nicht konsequent genug!“

Am Donnerstag wimmelte es in der Straße zeitweise vor Polizisten und Medienvertretern, gestern waren nur wenige Menschen unterwegs. „Man darf die Augen nicht verschließen, wenn wir alle gefährdet sind“, meinte eine Frau, die sich „das Haus nur mal anschauen“ wollte.

Die Familie von Ayub B. wollte keinen Kommentar abgeben. Die Tür wurde vorsichtig nur einen Spalt breit geöffnet, der Ton blieb sehr freundlich. Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Friedrichs hat ebenfalls ein „ungutes Gefühl - aber nicht nur für Reislingen, sondern in Gänze“, meint er. „Wir müssen Kontakt zueinander suchen, auch wenn die Situation schwierig ist“, sagt Friedrichs und überlegt: „Vielleicht haben wir das Problem lange nicht richtig ernst genommen.“

amü

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