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Keine Entschädigung für gestohlene Jacken

Venga-Party Keine Entschädigung für gestohlene Jacken

Wolfsburg. Es gibt keine Entschädigung für die Besucher der Venga-Party im März, deren Jacken im Zuge einer Evakuierung gestohlen worden waren. Rund 90 Betroffene erhalten am Samstag einen Brief vom CongressPark, dass die Kosten für die Kleidungsstücke nicht übernommen werden können.

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Venga-Party im CongressPark: Nach einem Feueralarm kam es zu tumultartigen Szenen.

Quelle: Tim Schulze

Wolfsburg. Vize-Geschäftsführerin Dagmar Marcks bedauert die Situation: „Wir haben bis zuletzt gehofft, eine Lösung zu finden.“

Das war passiert: Es gab während der Party, die mit 3000 Gästen sehr gut besucht war, einen Feueralarm. Die Besucher sollten das Haus unverzüglich verlassen. Doch es gab Gäste, die erst ihre Jacken holen wollten. „Unser Personal an der Garderobe ist bei einem Feueralarm angehalten, keine Jacken rauszugeben, sondern das Haus mit den Besuchern zu verlassen“, erklärt Marcks. So kam es zu unschönen, tumultartigen Szenen: Besucher gingen die Garderobieren gewaltsam an, sprangen über den Tresen und nahmen sich die Kleidungsstücke selbst - und einige offensichtlich nicht nur ihre eigenen.

Dies ist der Punkt, warum die Versicherung für den Verlust von rund 90 Jacken nicht aufkommen möchte. Für die Versicherung hat sich das Garderoben-Personal korrekt verhalten. „Wenn sich die Besucher rechtswidrig widersetzen (...), sind einzig und allein die Besucher für die entstandenen Schäden verantwortlich“ heißt es in einem Schreiben des „Kommunalen Schadensausgleichs Hannover“, das der Redaktion vorliegt.

Doch damit wollte sich der CongressPark nicht abspeisen lassen und schlug als Tochter-Unternehmen der Stadt vor, die Kosten für die verlorenen Jacken aus den Einnahmen der Venga-Party oder dem regulären Budget zu tragen. Doch auch das geht nicht. „Das wäre eine Veruntreuung öffentlicher Gelder, haben uns verschiedene Experten unabhängig voneinander erklärt“, sagt Marcks, „uns sind die Hände gebunden.“

Ob es im September wie vom Veranstalter geplant eine weitere Venga-Party gibt, ist nicht klar. Denn eine Wiederholung würde nur mit deutlich erhöhtem Sicherheitspersonal und besonderen Auflagen stattfinden. Und ob der Veranstalter bereit ist, die damit verbundenen Kosten in Kauf zu nehmen, ist fraglich.

jes

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