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Kein deutscher Pass für Messerstecher!

Wolfsburg Kein deutscher Pass für Messerstecher!

Der Messerstecher aus der Diskothek Esplanade bekommt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit - zumindest vorerst. Das Verwaltungsgericht entschied gestern, dass die Stadt Wolfsburg seine Einbürgerung zu Recht nachträglich wieder einkassiert hatte (WAZ berichtete). Vor drei Jahren hatte der 34-Jährige bei einer Messerstecherei in der Disco unter anderem den VfL-Torwart André Lenz lebensgefährlich verletzt.

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Disko-Streit: Ein Türsteher stach auf den ehemaligen VfL-Torwart André Lenz ein.

Quelle: Photowerk (Archiv)

Dieser Fall sorgte seinerzeit für bundesweite Schlagzeilen: Nach einem Streit in der Disco hatte der damalige Türsteher auf den unbeteiligten André Lenz - er feierte mit VfL-Kollegen den Saisonabschluss - und einen weiteren Gast eingestochen. Beide Opfer wurden in Notoperationen gerettet, der Türsteher später zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.

Von all dem war noch keine Rede, als der Wolfsburger mit türkischem Pass die deutsche Staatsangehörigkeit beantragte und im Formular versicherte, er sei weder vorbestraft noch liefen Ermittlungen gegen ihn. Als er genau das aber bei der späteren Aushändigung der Urkunde wiederholte, machte er falsche Angaben - das Ermittlungsverfahren lief. Wolfgang Bartsch, Präsident des Verwaltungsgerichts Braunschweig: „Die Rücknahme der Einbürgerung durch die Stadt Wolfsburg hat damit Bestand.“ Möglich ist noch ein Antrag auf Zulassung der Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht.

fra

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