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Kein Fachpersonal: Elektro Kirschnek schließt

Wolfsburg Kein Fachpersonal: Elektro Kirschnek schließt

Elektro Kirschnek im Schachtweg schließt Ende April. Nach 26 Jahren. Der Grund: „Wir finden einfach kein Fachpersonal mehr“, erklärt Inhaberin Christine Kirschnek.

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Familienbetrieb: Trotz guter Auftragslage muss Elektro Kirschnek das Geschäft aufgeben.

Quelle: Roland Hermstein

Das ist schon seit Jahren so, doch jetzt zogen sie und ihre Tochter Nicole, die seit sechs Jahren in dem Familienbetrieb mitarbeitet, die Reißleine. Jede Woche 60 Stunden im Betrieb, nur einige Tage Urlaub im Jahr. „Das hält auf Dauer niemand aus“, sagt die Chefin, die den Fachbetrieb mit ihrem Mann aufgebaut hat. Deshalb entschied sie sich schweren Herzens, zu schließen.

In guten Zeiten gab es mal zehn Mitarbeiter, doch jetzt sind es nur noch fünf. Drei langjährige Fachkräfte verlor Christine Kirschnek durch Krankheit - Ersatz ist nicht in Sicht. „Wir finden einfach niemanden“, die 52-Jährige. Kreishandwerkerschaft, Agentur für Arbeit - niemand kann helfen. Und die Arbeit wird immer mehr. Die Aufträge seien kaum zu schaffen.

Die Personaldecke ist mittlerweile so dünn, dass sogar Nicole Kirschnek Elektrogeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen an Kunden mit ausliefert. Eine Dauerlösung sei das nicht. „Wir hatten immer Probleme, Fachpersonal zu finden“, sagt Christine Kirschnek. Das liege auch daran, dass das Handwerk nicht den besten Ruf habe. Junge Leute seien dafür schwer zu begeistern, weiß Kreishandwerksmeister Matthias Schultz: „Viele Betriebe können ihre Ausbildungsplätze nicht besetzten.“ Diesen Trend beobachte er schon seit Jahren. Ein Ende sei nicht in Sicht.

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