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Stadt Wolfsburg Kanzlerkandidat Martin Schulz: Enge Kontakte zu VW
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kanzlerkandidat Martin Schulz: Enge Kontakte zu VW
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12:39 26.01.2017
Werkstour: Martin Schulz bei einem Besuch in Wolfsburg im Juli 2015. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Was kaum jemand weiß: Schulz ist sogar „Ehrenmitglied der VW-Belegschaft“.

Wie der Politiker zu diesem ungewöhnlichen Titel kommt? Im Februar 2013 besuchte Martin Schulz in seiner Funktion als EU-Parlamentspräsident die VW-Betriebsversammlung in Wolfsburg. Schulz hielt eine flammende Rede für Europa und verurteilte zugleich den Angriff der EU-Kommission auf das VW-Gesetz „im Namen einer marktradikalen Ideologie“. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh ernannte den SPD-Politiker daraufhin zum „Ehrenmitglied der Volkswagen-Belegschaft“ - und fügte scherzhaft hinzu: „Keine Angst, meine Herren vom Vorstand, mit Gehaltszahlungen ist das nicht verbunden.“

Auch in den folgenden Jahren pflegte Schulz enge Kontakte zu VW. „Mit Martin Schulz haben wir einen starken Partner auf der europäischen Ebene“, sagte Osterloh bei einem Treffen in Brüssel im Juli 2015. Nur wenige Tage später besuchte Schulz das Werk Wolfsburg und nahm auch an einer Werkstour teil.

Wenn Martin Schulz in der Vergangenheit bei VW-Betriebsversammlungen gesprochen habe, „dann war die Belegschaft begeistert“, unterstreicht der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Hartwig Erb: „Er verfügt über absolute soziale Verantwortung und Kompetenz.“ Insofern sei der neue Kanzlerkandidat „eine gute Komponente“. Auch für die SPD - Erb ist selbst Parteimitglied, sitzt für die Sozialdemokraten im Rat der Stadt: „Das ist ein positives Signal für die Partei, Martin Schulz genießt hohen Respekt. Der gebührt aber auch Sigmar Gabriel für seine Entscheidung.“

htz/fra

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