Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Käferhaube mit Hakenkreuz im Kunstmuseum

Werk war aus DGB-Haus verbannt Käferhaube mit Hakenkreuz im Kunstmuseum

Nach dem Wirbel um die Käferhaube mit dem Hakenkreuz wird das Werk des Künstlers Wolfgang Flatz ab sofort im Foyer des Kunstmuseums gezeigt. Es gehe um „einen offenen Umgang mit historischer Wahrheit“, so Museumsdirektor Ralf Beil. Die IG Metall hatte das Werk zuvor aus einer Ausstellung im DGB-Haus verbannt.

Voriger Artikel
Gute Jahresbilanz: NEST hatte 5343 Besucher
Nächster Artikel
Edeka in der Grauhorststraße: Abriss geht voran

Asyl im Kunstmuseum: Direktor Ralf Beil holte die Hakenkreuz-Haube ins Foyer, die IGM-Chef Hartwig Erb aus dem DGB-Haus verbannt hatte.

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg. Dies aber sei nur aufgrund einer „ungeschickten Kommunikation“ von seiner Seite aus geschehen, entschuldigte IGM-Chef Hartwig Erb gestern den Vorgang. Erb wörtlich: „Für uns ist dieses Werk nicht umstritten, sondern sehr eindeutig.“ Die Verbannung der Hakenkreuz-Haube hatte die IGM damit begründet, ohne Erläuterung stehe das Werk im luftleeren Raum, Erb: „Wir sind eben kein Museum.“

Der österreichische Künstler Wolfgang Flatz hatte daraufhin von „Zensur“ gesprochen. Der historische Bezug, dass Adolf Hitler Ferdinand Porsche mit der Entwicklung des Volkswagens beauftragt habe, sei für ihn Inspiration gewesen, das Werk „Der Adolf war‘s“ zu schaffen.

Den historischen Bezug unterstrich auch Ralf Beil am Mittwoch vor der Presse. Das Museum sei ein gesellschaftspolitischer Ort, gleichsam Schutzraum und Forum des Nachdenkens über Geschichte und Gegenwart. Über das Werk könne man streiten wie grundsätzlich über Kunst: „Uns ging es um eine Geste: Wie gehen wir damit um und wie ermöglichen wir Öffentlichkeit?“ Beil wörtlich über sein Verständnis der Funktion des Kunstmuseums: „Was kann ein Kunstmuseum tun in Zeiten wie diesen? Wir können und wollen nicht demonstrieren, aber wir können Kunst ausstellen.“

Kurt Hamann, Kurator der Ausstellung „Deutschland unter der Haube“, zeigte sich „dankbar, dass das Werk hier Asyl gefunden hat.“ Es brauche mehr denn je „Widerstand gegen Höcke und das Treiben der AfD.“

Das Kunstmuseum zeigt, auch aus Anlass des morgigen Holocaust-Gedenktags, das Werk bis zum 7. März im Foyer, versehen mit einer Legende.

fra

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg