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Käfer-Bähnle: Kultige Fahrt in die Vergangenheit

Wolfsburg Käfer-Bähnle: Kultige Fahrt in die Vergangenheit

Wolfsburg entdecken wie Touristen der 60er Jahre - das durften am Samstag 50 Wolfsburger mit dem Käfer-Bähnle, das WAZ und Autostadt zum zweiten Mal gemeinsam ins Rollen brachten.

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Erinnerungen wurden wach: Bei der Fahrt in gemächlichem Tempo blieb viel Zeit Anekdoten auszutauschen und Neues zu entdecken.

Quelle: Marek Kruszewski

Die Sonne strahlte mit den Fahrgästen um die Wette und der knapp einstündige Ausflug in die Vergangenheit war viel zu schnell wieder vorbei.

Laut rumpelnd fuhr das Käfer-Bähnle vom Parkplatz der Autostadt. Mit gemächlichen 15 bis 20 km/h rollte die Zugmaschine, ein alter 30-PS-Käfer, durch Wolfsburgs Straßen. „Man nimmt Wolfsburg gleich ganz anders wahr“, bemerkte Nicole Horn (43). „Wenn man sonst mit dem Auto durch die Stadt fährt, kann man gar nicht richtig nach rechts und links gucken, weil man es immer eilig hat.“

Tourguide Astrid Plenzke-Müller von der Autostadt erzählte einige Anekdoten zur Stadtgeschichte während das Bähnle an Phaeno, VW-Bad, Piazza Italia und dem alten VfL-Stadion vorbei tuckerte. So erinnerte sie zum Beispiel an Aktionen auf dem komplett zugefrorenen Schillerteich. Alt eingesessene Wolfsburger waren selbst mit dabei, lachten laut auf steuerten eigene Erlebnisse bei. Auch die jüngere Generation hatte ihren Spaß bei der Bähnle-Fahrt. Robin Horn (13) war begeistert: „Ich habe viele neue Dinge erfahren, die ich überhaupt nicht wusste.“ Zum Beispiel, dass das Rathaus der Stadt ursprünglich auf der Insel in der Mitte des Schillerteichs gebaut werden sollte oder dass Frauen dreimal im Monat - immer wenn Lohn bar ausgezahlt wurde - an den VW-Wachen auf ihre Männer warteten, um das Geld in Sicherheit zu bringen.

Einer Passagierin lag die Fahrt mit dem Bähnle besonders am Herzen: Una Kühl (48): „Ich habe schon als kleines Mädchen von einer Fahrt mit dem Bähnle geträumt. Endlich ist dieser Traum in Erfüllung gegangen - und es war einfach toll!“ Ihre Freundin Martina Friedrichs (58) war mit von der Partie. „Ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt“, schwärmte sie.

fi

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