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Kabarett über die kleinen Probleme des Alltags

Galerie-Theater Wolfsburg Kabarett über die kleinen Probleme des Alltags

Stefan Waghubinger lässt die Gedanken schweifen. Sinniert, überlegt, philosophiert. Am Samstag tat er es im Galerie-Theater unter dem Motto „Außergewöhnliche Belastung“.

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Galerie-Theater: Stefan Waghubinger nahm die Probleme des Alltags genauer unter die Lupe.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Der Mann schafft seine Steuererklärung nie! Seit einem Monat arbeitet Stefan Waghubinger daran und hat es gerade mal bis zum Geburtsdatum gebracht. Denn „das ändert sich nicht, das bleibt immer gleich. Obwohl man jedes Jahr ein Jahr älter wird.“

Es sind nicht die großen Probleme der Weltpolitik, die ihn beschäftigen. Vielmehr die kleinen des Alltags. Dass ihn seine Frau verlassen hat und tatsächlich die Scheidung will zum Beispiel. Oder dass es keinen Knopf für die Steuererklärung gibt. Wie beim Kaffeeautomaten und an der Strickjacke seiner Kindheit aus kratziger Schafwolle. Theologie hat er studiert, bevor er eine Karriere als Kabarettist und Autor startete. Der Dialog mit Gott ist ihm darum wichtig, auch wenn der Allmächtige auf seine Fragen nur selten eine Antwort weiß.

Stefan Waghubinger hüpft spontan von Thema zu Thema. Natürlich liegt ihm der Umweltschutz am Herzen. Das fängt bei der Mülltrennung an. Obwohl ihm das Prinzip von früher viel einleuchtender erscheint: „Müll gehört in den Müll.“ Punktum! Die Moral von Blattläusen liegt ihm am Herzen und er gesteht seine Vorliebe für Kühe: „Die sagen ‚muh’, und damit ist alles gesagt.“ Den Unterschied zwischen Ameisen und Managern definiert der gebürtige Österreicher ohne Zögern: „Ameisen sind nützlich!“

Fast zwei Stunden plaudert sich der 51-Jährige durch das Programm, bisweilen eine Spur langatmig, aber stets mit Charme und ohne Eile. Die Pointen sind meist exakt formuliert. Sympathie und Beifall des Publikums sind ihm sicher. Seine Steuererklärung allerdings muss nach diesem Abend wohl weiter warten.

km

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