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KZ-Reste: Kritik am Vorgehen der Stadt

Früherer VW-Chefhistoriker äußert sich KZ-Reste: Kritik am Vorgehen der Stadt

Die Diskussion um den Erhalt der KZ-Baracken-Überreste auf dem Laagberg geht weiter. Die in dieser Woche vorgestellten Pläne der Stadt, die Fundamente des Konzentrationslagers zu erhalten, allerdings an anderer Stelle, stoßen auf neue Kritik - unter anderem vom langjährigen VW-Chefhistoriker.

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Fundamente des KZ Neuengamme: Die Pläne der Stadt, die Überreste zu verlegen, stößt auf Kritik. Der Fund am Schlesierweg war im Zuge der Arbeiten für ein neues Einkaufszentrum entdeckt worden.

Quelle: Boris Baschin

Laagberg. „Die Umsiedlung von Teilen eines Konzentrationslagers ist in der modernen Geschichte einmalig und nicht angemessen“, sagte Manfred Grieger dem NDR. Schließlich könne der Ort des Todes von Menschen nicht einfach verlegt werden, wird der ehemalige Chefhistoriker von VW, der sich intensiv mit der Geschichte Volkswagens im Dritten Reich beschäftigt hat, zitiert. „Die Polizei verlegt ja auch nicht einfach einen Tatort.“ Nach seiner Einschätzung hätte sich die Stadt den Ärger ersparen können, wenn sie vor den Bauplänen das Gelände genauer geprüft hätte. Grieger: „Jeder weiß, dass da ein KZ mit Wachtürmen und Stacheldraht stand“, sagte er.

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände am Schlesierweg, auf dem ein Einkaufszentrum entsteht, waren die Überreste des Außenlagers des Konzentrationslagers Neuengamme entdeckt worden. Zunächst sollten die Fundamente der Baracken lediglich ausgegraben und dokumentiert werden, dagegen hatte es allerdings Proteste gegeben - unter anderem von Angehörigen der ehemaligen KZ-Opfer. Daraufhin hatte die Stadt entschieden, die Überreste zu erhalten - allerdings nicht an der ursprünglichen Stelle. Dort soll wie geplant das Einkaufszentrum entstehen.

Als „unsäglich“ bezeichnete dieses Vorgehen Mechthild Hartung vom Kreisverband der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN) gegenüber dem NDR. Eine Verlegung der Baracken sei nicht authentisch.

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