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Jusos griffen ins Fettnäpfchen: Werbeslogans hartnäckig

Wahlkampf Jusos griffen ins Fettnäpfchen: Werbeslogans hartnäckig

Panne im Wahlkampf: Die angeblich wasserlösliche Kreide, mit der die Jusos Werbeslogans auf die Plaza-Brücke geschrieben hatten, lässt sich nicht mehr entfernen und muss nun wohl übermalt werden.

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Hartnäckige Farbe: Auch die CDU versuchte vergeblich, die Werbesprüche der Jusos an der Plaza-Brücke zu beseitigen.
 

Quelle: Junge Union

Wolfsburg. Für ihre kreative Unterstützung der SPD-Kandidaten in den jüngsten Wahlen hatten die Jungsozialisten (Jusos) viel Beifall bekommen (WAZ berichtete), eine Aktion aber erwies sich als echter Griff ins Fettnäpfchen. Mit Kreide schrieben sie nahe der VW-Arena Werbeslogans auf den Beton. „Die Farbe sollte laut Produktbeschreibung wasserlöslich und leicht zu entfernen sein“, sagt Juso-Vorsitzender Ahmed Bouassida. War sie aber nicht: „Wir haben geschrubbt, eine Firma kam mit deinem Hochdruckstrahler und einer Reinigungsmaschine“ – nichts half. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Die Junge Union (JU) postete die misslungene Aktion auf Facebook; dabei auch ein Video, wie die Nachwuchspolitiker und ihr Kandidat Peter Kassel selbst vergebens mit dem Schrubber gegen die Slogans angehen wollten. Viele Kommentare auf der Seite gingen hart mit den Jusos ins Gericht, JU-Chef Christoph-Michael Molnar will die Wogen im Nachhinein lieber ein wenig glätten: „Uns ging es in erster Linie darum, dass es nicht sein kann, dass der Steuerzahler hinterher zur Kasse gebeten wird.“

Das soll er aber auch nicht, versichert Juso-Chef Bouassida: „Wir haben sofort mit der Stadt gesprochen und natürlich zugesagt, die Kosten zu übernehmen.“ Wie hoch die zum Schluss sein werden, steht noch nicht fest. Immerhin konnte die hartnäckige rote Farbe, die sich tief in den porösen Beton gefressen hatte, in dieser Woche bereits übermalt werden. JU-Chef Molnar sieht’s mittlerweile gelassen: „Wenn man jung ist, macht man auch mal Fehler.“

Von Ulrich Franke

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