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Junkie in Entziehungsanstalt eingewiesen

Gericht Junkie in Entziehungsanstalt eingewiesen

Erst die Mutter, nun die Tochter: Das Schöffengericht hat gestern eine heroinsüchtige Wolfsburgerin (36) in eine Entziehungsanstalt eingewiesen. Außerdem wurde sie zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Vor wenigen Tagen erst hatte das Gericht zwei Jahre mit Bewährung gegen die Mutter (64) verhängt. Die Rentnerin hatte den Stoff für die 36-Jährige aus Peine geholt (WAZ berichtete).

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Polizei beschlagnahmte das Heroin: Gestern wurde die Tochter, die ihre Mutter als Drogenkurierin einsetzte, verurteilt.

Von November 2009 bis Januar 2010 hatte die Angeklagte ihre Mutter mindestens 27 Mal zu ihrem Dealer geschickt, wo die 64-Jährige durchschnittlich einen Fünf-Gramm-Beutel Heroin für die Tochter kaufen musste. Bei der letzten Beschaffungsfahrt hatte die Rentnerin über 20 Gramm Stoff geholt – und ihn in ihrem Büstenhalter versteckt. Die 36-Jährige fuhr nie selbst nach Peine: „Ich habe keinen Führerschein.“
Das Gros des Heroins konsumierte die Angeklagte selbst, den Rest verkaufte sie in der Wolfsburger Szene. Damit finanzierte sie ihre eigene Sucht. Die 36-Jährige ist seit 19 Jahren abhängig und hatte noch nie versucht, von dem Teufelszeug wegzukommen. Gestern kündigte sie an: „Ich werde eine Therapie machen.“
Es bleibt ihr auch nichts anderes übrig: Das Gericht ordnete nämlich ihre Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Die Zwangstherapie wird auf die dreijährige Gefängnisstrafe angerechnet.

bm

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