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Jugendzentrum im "Extrem": Junge Leute beteiligen!

Wolfsburg Jugendzentrum im "Extrem": Junge Leute beteiligen!

Wolfsburg. Das frühere Cafe Extrem in der Breslauer Straße soll in ein Jugendzentrum für den Ortsratsbereich Mitte-West umfunktioniert werden. Diesen gemeinsamen Antrag erläuterten gestern SPD, FDP und Piraten vor der Presse.

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Gemeinsamer Antrag: SPD, FDP und Piratenpartei stellten ihre Pläne für das Café Extrem am Laagberg vor.

Quelle: Boris Baschin

Nach der Schließung des Extrem war bereits im April im Ortsrat ein heftiger Streit ausgebrochen, nachdem PUG und CDU dort einen Jugendtreff vorgeschlagen hatten - die SPD hatte die Idee umgehend für sich selbst beansprucht. Allerdings auch in pädagogisch viel weitgehenderer Form, wie Falko Mohrs gestern erläuterte: „Ein Jugendzentrum hat personell bessere Ressourcen und strahlt in den ganzen Ortsteil hinaus.“ Es gehe um ein offenes Konzept, in dem Jugendliche unter pädagogischer Betreuung beispielsweise selbst Events organisieren könnten.

„Die Jugendlichen wissen selbst am besten, was sie wollen“, bringt es Svante Evenburg (Piraten) auf einen kurzen Nenner: „Der Aspekt der Beteiligung Jugendlicher ist enorm wichtig.“ Und das ohne Einschränkung durch andere Nutzergruppen, wie es zurzeit im Freizeitheim West (durch Kirche und Kita) der Fall sei. Für Kristin Krumm (FDP) ist der Standort optimal: „Zentral, gut erreichbar, mit Bushaltestelle vor der Tür.“ Man hoffe auf ein Einlenken der anderen Fraktionen.

Ursprünglich waren auch die Grünen dabei. Davon verabschiedeten sie sich gestern - mit Verweis auf ohnehin nicht finanzierbares „Wahlkampfgetöse“.

fra

Erst mal durchschnaufen

ein Kommentar von Ulrich Franke

Überall ist Wahlkampfgetöse zu spüren und ganz besonders, wenn es um Jugendliche geht.

Diese Erkenntnis stammt nicht von mir. Es ist die Begründung von Elke Braun, warum sich die Grünen vom jüngsten Gemeinschaftsantrag von SPD, FDP und Piraten in Sachen Café Extrem verabschiedet haben. Die PUG fordert einen Jugendtreff, die SPD reklamiert das Thema umgehend für sich. Statt eines Jugendtreffs soll nun ein Jugendzentrum entstehen. Wollen hier alle irgendwie das gleiche, aber jeder möchte die geistige Urheberschaft für die gute Tat für sich reklamieren?

Ob überhaupt mal jemand „die Jugendlichen“ gefragt hat, was sie wollen, weiß ich nicht. Ich glaube aber, dass die Grünen dicht an der Realität sind. Sie wollen die temporäre Herrichtung des Cafe Extrem für Arbeit mit Jugendlichen, für alles andere sei im Moment sowie kein Geld da. Anschließend könne man sich in Ruhe Gedanken über ein Konzept machen.

Womöglich kommt es ja genau so. Und womöglich stellen dann alle fest, dass sie eigentlich irgendwie das Gleiche wollen.

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