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Stadt Wolfsburg Jürgen Trittin: Vorstands-Chefs von VW und Audi nicht tragbar!
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Jürgen Trittin: Vorstands-Chefs von VW und Audi nicht tragbar!
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11:30 24.08.2017
Überzeugungsarbeit: Axel Bosse, Jürgen Trittin und Julia Verlinden (v.l.) standen Bürgern unterm Glasdach Rede und Antwort.  Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

 Bürger fragen, Politiker antworten: Die Wolfsburger Grünen luden am Mittwoch zum Open Air-Talk mit ihren Spitzenkandidaten unterm Glasdach ein. Dabei fand vor allem einer sehr deutliche Worte: Ex-Umweltminister Jürgen Trittin.

Natürlich war in der VW-Stadt der Dieselskandal ein großes Thema. Wobei Trittin klarstellte: „Das ist kein VW-Skandal, das ist ein Skandal der ganzen deutschen Autoindustrie.“ Seit zehn Jahren würden in 70 deutschen Städten immer wieder die Stickoxidgrenzwerte überschritten, jährlich würden 10.000 Menschen in Deutschland an den Folgen sterben – für ihn gebe es nur einen Weg raus aus der Krise: Alle betroffenen Diesel müssten per Hardware umgerüstet werden.“Fahrverbote werden kommen“, so Trittin. „Außerdem müssen alle betroffenen Dieselbesitzer von der Industrie entschädigt werden, wie in den USA.“

Wobei er auch betonte: Für ihn seien die aktuellen Vorstands-Chefs von VW und Audi nicht tragbar – Rupert Stadler (Audi) sei Hauptverantwortlicher für den Diesel-Skandal, Matthias Müller (VW) habe den Aufsichtsrat in der Kartell-Affäre übergangen. Außerdem hätten beide – VW und Audi – zehn Jahre Rückstand in der Elektro-Mobilität etwa im Vergleich zu Toyota. Von einem Verkauf der Landesanteile an VW hält Trittin nichts: „Wir brauchen starke Gewerkschaften und das VW-Gesetz!“

Wobei Trittin, die Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden sowie die Landtagskandidaten Volker Möll und Axel Bosse (auch Grünen-Kreis-Chef) in der Elektromobilität kein Allheilmittel sehen. Sie setzen auf einen Energie-Mix mit stärkerer Förderung von Bio-Energien. Auch in Sachen Verkehr müsse man breiter denken – Busse, Bahnen und vor allem Fahrräder stärken. „Es ist vieles machbar“, betonte Verlinden. „Man muss es nur politisch wollen.“

Von Carsten Bischof

Den legendären Rometsch Beeskow fuhren schon Hollywood-Legenden wie Gregory Peck und Audrey Hepburn. Der Sportwagen gehört zur automobilen Sammlung des ZeitHauses in der Autostadt – und nimmt mit neun weiteren Wagen aus der VW-Stadt an der Rallye Hamburg-Berlin-Klassik ab Donnerstag teil.

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