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Joggerin erstaunt: Ein Biber in Reislingen?

Wolfsburg Joggerin erstaunt: Ein Biber in Reislingen?

Sabrina Revenstorf traute ihren Augen nicht: Beim Joggen in Reislingen-Südwest entdeckte sie jetzt in dem kleinen Teich nahe der Käferschule ein schwimmendes Tier. Sie dachte sofort an einen Biber, der mittlerweile auch in Wolfsburg zuhause ist, vor allem am Allersee. Ist es aber nicht, sagt Michael Kühn vom Naturschutzbund Wolfsburg. „Es ist ein Nutria, eine Biberatte.“

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Was schwimmt da? Sabrina Revensdorf (kl. Bild) vermutete einen Biber, Naturschutzexperte Michael Kühn sagt, es ist ein Nutria.

Quelle: Photowerk (bb)

Das Nagetier hat sich als Zuhause den kleinen Teich in Reislingen-Südwest ausgesucht. Sabrina Revenstorf staunte nicht schlecht, als sie das Tier dort schwimmen sah. „Ich musste erst mal anhalten und mit dem Handy ein Foto machen“, erklärt die junge Frau. Weil sie sich nicht ganz sicher war, was sie da genau entdeckt hatte, schickte sie das Foto ihrem Vater. Und der meinte: Das ist ein Biber.

Nutria sehen Biber sehr ähnlich. Wichtiger Unterschied: Biber haben einen breiten Schwanz und sind nachts aktiv, Nutria haben einen schmalen Schwanz und sind tagsüber aktiv. Sie stammen eigentlich aus Südamerika, wurden wegen ihres Fells nach Europa geholt. Mittlerweile will niemand mehr Nutria-Fell haben, deshalb leben sie in freier Wildbahn. Der Naturschutzbund sieht das kritisch: „Tiere, die hier nicht hergehören, bringen die heimische Fauna und Flora durcheinander“, erklärt Michael Kühn. Bei Nutria sei das nicht so gravierend, weil Pflanzen die bevorzugte Nahrung sind. Beim Waschbär sei es jedoch „dramatisch“, weil er auch andere Tiere frisst.

Wie ein Nutria nach Reislingen-Südwest gekommen ist, sei nicht ganz klar. Ein großes Gewässer ist nicht in der Nähe. „Sie wandern über Land“, so Kühn. Wenn der Nager in Reislingen-Südwest ausreichend Futter findet, bliebt er vielleicht und baut dort sein Revier auf. Und dann bleibt er noch weiter eine Attraktion für Anwohner.

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