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Jiu Jitsu, Karate, Krav Maga: Selbstverteidigung wird groß geschrieben

Wolfsburg Jiu Jitsu, Karate, Krav Maga: Selbstverteidigung wird groß geschrieben

Nach bestimmten Vorfällen haben sie besonders viel Zulauf: Selbstverteidigungskurse. In Wolfsburg gibt es viele verschiedene Angebote.

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Selbstverteidigung, Ju-Jutsu (mit den traditionellen weißen Anzügen- Gi genannt) und zum Krav Maga (in normaler Sportbekleidung). Stefan Matthießen

Quelle: privat

Wolfsburg. Es gibt Trends, die halten Jahrzehnte an. Dazu gehören Selbstverteidigungskurse. Bei Vereinen gibt es solche Angebote, und sogar die Autostadt griff das Thema schon auf. Vor allem Frauen nehmen an diesen Kursen teil, aber auch Männer, sagt Stefan Matthießen.

Er ist ein Experte auf dem Gebiet. Bei der Bundespolizei war Matthießen Einsatzleiter für Selbstverteidigung und taktisches Einsatztraining. Das macht er nun nicht mehr, aber Jiu-Jitsu-Training, das bei der Bundespolizei angeboten wurde, betreibt er immer noch. Jiu Jitsu wurde ursprünglich von japanischen Samurai entwickelt. Die im Westen angewandte Form ist eine Entwicklung aus Großbritannien, den USA und Deutschland. Sie ist eine Mischung der effektivsten Verteidigungstechniken aus Kampfsportarten wie Judo und Karate, so Matthießen.

Wie man seinen Gegner abwehrt, lernen die Teilnehmer auch in seinen Selbstverteidigungskursen. „Fachleute sind sich sicher, dass ein gestärktes Selbstbewusstsein und ein gesundes Selbstvertrauen dazu beitragen, sich vor gewaltsamen Übergriffen erfolgreich zu schützen“, sagt Hans-Georg Weber, Karate-Trainer beim MTV Vorsfelde, der auch Jiu Jitsu beherrscht.

Matthießen zeigt in Kursen nicht nur Abwehrtechniken – es wird auch geredet. Darüber, wie Frauen brenzlige Situationen vermeiden können. „Das Geld für das Parkhaus nicht erst am Automaten aus dem Portemonnaie suchen“, erklärt der Trainer. Oder nach einem Konzert nicht allein im Dunkeln zu Auto oder Bus gehen.

Interesse an Selbstverteidigungskursen sei immer da. Kommt es aber zu Übergriffen wie in der Silvesternacht 2015/16 in Köln und anderen Städten, steige der Zulauf deutlich, so Stefan Matthießen. Wichtig für die Teilnehmer: Nur einen Kursus zu belegen reiche nicht, „es muss dauerhaft trainiert werden“.

Der 44-Jährige bietet beim MTV Vorsfelde auch Krav Maga an. Das ist ein Selbstverteidigungssystem, das ursprünglich in Israel für die Armee entwickelt wurde. Teilnehmer lernen, wie sie sich durch einfache Schlag- und Tritttechniken effektiv schützen und verteidigen können. Einige Kurse gab es bereits, mittlerweile ist der Zulauf so groß, dass der MTV im Jahr 2018 ein festes Angebot daraus machen will.

Von Sylvia Telge

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