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Jilet Ayse motzt: „Isch bin Integrationsalptraum“

Wolfsburg Jilet Ayse motzt: „Isch bin Integrationsalptraum“

Wolfsburg. Sie ist laut, schlecht gekleidet, und erzählt in Kanak-Sprech gern mal unbequeme Wahrheiten. „Wenn wir nicht mitmachen können bei Deutschland, dann versauen wir eben eure Grammatik - aus Trotz“, verkündete Jilet Ayse, Kunstfigur der Komikerin Idil Baydar, beim Programm „Wir müssen reden“ am Samstag im Delphin.

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Comedy mit Tiefgang: Jilet Ayse - prollige Kunstfigur von Komikerin Idil Baydar - gewann mit ihrem Programm „Deutschland - wir müssen reden“ die Herzen der Wolfsburger.

Quelle: Sebastian Bisch

„Isch bin Deutschlands Integrationsalptraum - isch bin Kanake“, stellt sie klar. Was bei anderen Comedians nur eine Masche zum Absahnen billiger Lacher ist, hat bei ihr System. „Sie zeigt einem wirklich, wie engstirnig man sein kann“, stellt Zuschauerin Marita Drews schnell fest.

Und sie zeigt auch, wie viel sie selbst auf dem Kasten hat: Immanuel Kants kategorischen Imperativ fasst sie mal eben nebenbei kurz zusammen: „Machen, was für alle gut ist.“ Allerdings um gleich darauf klarzumachen: „Kant war Hardcore-Rassist. Das ist okay, so waren die damals.“ Heute ist es aus Sicht von Komikerin Idil Baydar überhaupt nicht mehr okay. Auch deshalb hat sie Jilet Ayse geschaffen. Die gräbt nach den Wurzeln und rät: „Wir müssen uns gegenseitig mehr feiern“.

Im Delphin fängt sie gleich damit an - zusammen mit dem Griechen in der zweiten Reihe, der italienischen Erzieherin und der blonden Deutschen, für die es eine dicke Umarmung gibt. „Wir brauchen mehr Frauen im Kabarett“, findet Zuschauerin Karin Romano. Stimmt. Und unbedingt mehr Menschen wie Idil Baydar.

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