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Jahrelange Haftstrafen für Geldautomaten-Bande

Landgericht Lüneburg Jahrelange Haftstrafen für Geldautomaten-Bande

Die so genannte Geldautomaten-Bande, die auch in der City-Galerie in Wolfsburg zugeschlagen hatte, muss für mehrere Jahre hinter Gitter. Die härteste Strafe verhängte das Landgericht Lüneburg am Montag gegen die beiden Anführer.

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Landgericht in Lüneburg: Die Geldautomaten-Bande wurde am Montag verurteilt.

Quelle: dpa

Wolfsburg/Lüneburg. Im Prozess gegen die Geldautomaten-Bande, die auch in Wolfsburg zugeschlagen hatte, hat das Landgericht Lüneburg am Montag mehrjährige Haftstrafen verhängt. Die höchsten Strafen erhielten die beiden Anführer, auch sechs weitere Täter wurden verurteilt. Ein Urteil steht noch aus, weil der Verteidiger von Täter Nummer neun verhindert war.

Der Bande kam zu Gute, dass die Mitglieder zwischen 30 und 46 Jahren voll geständig waren. So blieb ihnen und auch dem Gericht ein bis zu 20 Verhandlungstage umfassender Prozess-Marathon erspart. Entsprechend machten Landgericht und Staatsanwaltschaft der Verteidigung ein so genanntes Verständigungsangebot. Daher waren die Urteile gegen die Bandenmitglieder auch nicht weit entfernt von den Forderungen, die Staatsanwaltschaft und Verteidiger am Montag in den Plädoyers gefordert hatten.

Demnach müssen die beiden Anführer für sechs Jahre und zwei Monate sowie vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Sechs weitere Täter, die jeweils nur an einigen der zehn vorgeworfenen Fälle beteiligt waren, erhielten Haftstrafen zwischen einem Jahr und zehn Monaten sowie zwei Jahren und vier Monaten – zwei Strafen davon sind zur Bewährung ausgesetzt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. „Die Verteidiger können noch in die Revision gehen“, erläuterte Dr. Stefan Stodolkowitz, Pressesprecher des Landgerichts.

Die Bande hatte Anfang Januar auch in Wolfsburg zugeschlagen und in einer filmreifen Aktion mit einem Transporter einen Geldautomaten in der City-Galerie aus der Verankerung gerissen. Insgesamt sollen sie bei zehn Taten rund 100.000 Euro erbeutet haben. Der Sachschaden lag bei rund 250.000 Euro.

Von Kevin Nobs

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