Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
In den eigenen vier Wänden lauern mehr Gefahren als im Straßenverkehr

WAZ-Sicherheitswochen In den eigenen vier Wänden lauern mehr Gefahren als im Straßenverkehr

Die größte Gefahr lauert in den eigenen vier Wänden: Während im Jahr 2015 bei Verkehrsunfällen in Deutschland etwa 3500 Menschen ums Leben kamen, waren es im Hausbereich mit knapp 10.000 fast dreimal so viel.

Voriger Artikel
Unfälle: Kleine Nachlässigkeiten können große Folgen haben
Nächster Artikel
Verfolgungsjagd: Polizei fasst Autodieb in gestohlenem Audi

Das kann böse ausgehen: Stürze im Haushalt zählen zu den meist verbreiteten Unfallursachen.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Rund 2,6 Prozent aller Erwachsenen erlitten in diesem Jahr laut Barmer einen Sturzunfall und mussten ärztlich behandelt werden – „hoch gerechnet wären damit rund 2600 Wolfsburger betroffen gewesen“, sagt die Landeschefin der Krankenkasse, Heike Sander. Eile oder Gedankenlosigkeit sind oft Ursache für böse Verletzungen. Viele Institutionen geben Tipps, wie man die Gefahren mindern kann.

Der kippelige Drehstuhl als Leiterersatz beim Fensterputzen, rutschige Böden in Duschen, Kabelsalat neben dem Computer, hoch stehende Teppichkanten – der Haushalt kann voller tödlicher Fallen sein. Während gesunde Menschen häufig noch in der Lage seien, einen Sturz zu vermeiden oder wenigstens abzufangen, gelinge dies Älteren oft nicht, sagt Heike Sander von der Barmer. Die Aktion „Das sichere Haus“ kennt auch die statistischen Zahlen dazu: Weit über 90 Prozent aller Opfer tödlicher Stürze im Haushalt sind über 65 Jahre alt. Zu den Gründen zählten nicht nur fortschreitender Knochenabbau oder schwindende körperliche Fitness, sondern auch „falsch verstandene Sparsamkeit, etwa beim Thema ausreichende Beleuchtung oder Kauf einer neuen Leiter“.

Bei fast 10.000 tödlichen Haushaltsunfällen 2015 (aktuellere Statistiken liegen noch nicht vor) waren Stürze mit 86 Prozent mit weitem Abstand die häufigste Ursache. Es folgen „sonstige Unfälle“ mit 6 Prozent, Ersticken und Feuer (jeweils 3 Prozent) sowie Vergiftung und Ertrinken mit jeweils einem Prozent. Wie man sich schützen kann, dazu gibt es eine Reihe von Tipps (siehe Text oben links).

Von Ulrich Franke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg