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IS-Terror: Der Verdächtige schweigt eisern

Wolfsburg IS-Terror: Der Verdächtige schweigt eisern

Wie weit verzweigt ist das islamistische Netzwerk in Wolfsburg? Nach der Festnahme eines 25-jährigen Deutsch-Tunesiers wegen Terrorverdachts halten sich die Behörden mit offiziellen Auskünften zwar sehr zurück. Als sicher aber gilt: Auch weitere Wolfsburger waren oder sind im IS-Krieg in Syrien und dem Irak.

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Am Donnerstag hatte eine Spezialeinheit der Polizei den 25-jährigen Deutsch-Tunesier in der Heinrich-Heine-Straße festgenommen. Die Ermittler werfen ihm vor, er habe sich in einem Camp der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) an Waffen und Sprengstoffen ausbilden lassen und bereits an Kriegshandlungen teilgenommen.

Am Freitag wurde Haftbefehl gegen den Mann erlassen, seither wird er verhört - und schweigt bisher eisern. „Sein Anwalt will erst nach der Akteneinsicht entscheiden, ob sich sein Mandant zur Sache einlässt“, sagt Thomas Klinge, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Hannover. Parallel liefen dort eine Reihe weiterer ähnlicher Verfahren - ob weitere Wolfsburger betroffen sind, wollte Klinge nicht sagen.

Bei der Festnahme wurde umfangreiches Material auf Datenträgern sicher gestellt, das nun ausgewertet werde. Waffen oder gar Sprengstoff seien nicht gefunden worden.

Ob der 25-Jährige bereits früher in Erscheinung getreten war, lassen die Ermittlungsbehörden offen. Allerdings sagt LKA-Sprecherin Stephanie Weiß: „Natürlich haben wir entsprechende Gruppierungen unter Beobachtung“ - ob auch der Wolfsburger Deutsch-Tunesier schon länger im Visier der Fahnder war, ließ sie offen.

fra

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Der verhaftete Deutsch-Tunesier ist nicht der einzige Wolfsburger, der in den vergangenen Monaten in den Krieg im Nahen Osten gezogen ist. Mindestens zwei weitere Fälle sind der WAZ bekannt, die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Und: Der Bruder eines Wolfsburgers soll sich in die Luft gesprengt haben.

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