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IS-Prozess: Das Panzerglas soll weg

Wolfsburg IS-Prozess: Das Panzerglas soll weg

Noch bis Dezember dauert der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen IS-Kämpfer aus Wolfsburg. Theoretisch könnten die Angeklagten schon vorher auf freien Fuß kommen. Zunächst aber verfolgt die Verteidigung ein anderes Ziel: Die Trennwand zwischen Angeklagten und Anwälten soll weg.

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Angeklagte hinter Panzerglas: Verteidiger Dirk Schoenijan (l.) will beantragen, dass die Sperre zwischen Angeklagten und Anwälten entfernt wird.

Quelle: dpa

„Das ist eine extreme Behinderung der Verteidigung“, sagt Dirk Schoenijan, der Ayoub B (27) vertritt. Gemeinsam mit Ebrahim H.B. (26) sitzt Ayoub B. hinter dickem Panzerglas, kann sich nur durch kleine Luftschlitze mit seinem Verteidiger besprechen. „So ist kein vernünftiges Gespräch zu führen“, sagt Schoenijan. „Zudem ist der Glaskäfig rein sachlich gar nicht erforderlich.“

In einem Zeitungsbericht war zuletzt darüber spekuliert worden, dass Ayoub B. und Ebrahim H.B. nach einem entsprechenden Verteidigerantrag schon bald aus der U-Haft entlassen werden könnten. Ein solcher Antrag auf Aussetzung der U-Haft sei zwar „latent immer ein Thema“, sagen dazu Dirk Schoenijan und H.B.‘s Verteidiger Marco Neumann übereinstimmend. Zurzeit aber sehe die Verteidigung andere Prioritäten, man befinde sich gerade erst am Beginn der Beweisaufnahme.

Ob ein solcher Antrag auf Haftentlassung überhaupt Aussicht auf Erfolg hätte, darüber will das Oberlandesgericht Celle nicht spekulieren. Sprecher Dr. Andreas Göken: „Sollte ein solcher Antrag gestellt werden, hätte die Kammer zu gegebener Zeit darüber zu entscheiden“ - Ausgang offen.

Und auch die Bundesanwaltschaft, Anklägerin im Prozess um die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, lässt zumindest zurzeit nicht einmal ansatzweise durchblicken, dass sie sich mit einer Aufhebung der Haftbefehle womöglich anfreunden könnte. Sprecherin Frauke Köhler: „Wenn ein solcher Antrag gestellt würde, würde wir gegenüber dem Gericht dazu Stellung nehmen“ - vorab gebe es zum Thema nichts zu sagen.

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