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IS-Kämpfer: Anklägerin fordert hohe Haftstrafen

Wolfsburg/Celle IS-Kämpfer: Anklägerin fordert hohe Haftstrafen

Plädoyer vor dem Oberlandesgericht in Celle im IS-Prozess gegen zwei Wolfsburger: Sieben Jahre und sechs Monate Haft fordert die Bundesanwaltschaft für Ayoub B. (27), vier Jahre und drei Monate für Ebrahim H. B. (26).

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IS-Prozess: Die Bundesanwaltschaft sieht Tatbestand der Beihilfe zum Mord erfüllt, fordert hohe Haftstrafen.

Quelle: dpa

Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung – dem selbsternannten „Islamischen Staat“ (IS) – und Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat wirft die Anklage beiden vor. Ayoub B. sei auch der Beihilfe zum Mord schuldig, meint Anklägerin Claudia Gorf. Zweimal hatten die Staatsanwälte im Prozess gefordert, die Anklage auszuweiten. Der 4. Strafsenat unter Vorsitz von Richter Henning Meyer lehnte das ab. Möglicherweise bietet das nach dem Urteilsspruch, der nächsten Montag erwartet wird, Anlass für eine Revision.

Im vierstündigen Plädoyer wurde der Vorwurf begründet: Die Staatsanwaltschaft meint, aufgrund von Aussagen und Chat-Protokollen sowie Hinweisen des Bundesnachrichtendienstes zweifelsfrei feststellen zu können, dass Ayoub B. als Fahrer eines Krankentransporters am 31. Juli 2014 an einer IS-Schlacht beteiligt war, bei der sieben irakische Soldaten starben und 28 verletzt wurden.

Dass sich die Angeklagten selbst als Opfer von Yassine O. sehen, der in Wolfsburg Kämpfer anwarb, wertet Gorf eher als strafverschärfend. Ihr Verhalten vor Gericht lasse „die Übernahme von Verantwortung vermissen“, so Gorf. Auch an der Reue zweifelte sie – nicht das Leid der IS-Opfer, sondern ihre persönliche Enttäuschung, weil das Leben in Syrien ihren Vorstellungen nicht entsprach, habe sie zur Rückkehr bewegt.

Am morgigen Dienstag werden die Verteidiger der Angeklagten ihre Plädoyers halten.

amü

+++ Dieser Artikel wurde aktualisiert +++

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Wolfsburg / Celle
Terror-Prozess: Die Verteidiger der angeklagten Wolfsburger Ayoub B. und Ebrahim H.B. plädieren für Freispruch oder Bewährung.

Celle.  Die Verteidiger der Wolfsburger IS-Kämpfer haben gestern im Prozess vor dem Landgericht Celle milde Urteile gefordert. Die Rechtsanwälte von Ayoub B. plädierten für einen Freispruch und die Einstellung des Verfahrens. Die Anwälte von Ebrahim H. B. (26) forderten für  ihren Mandanten höchstens zwei Jahre Haft – auf Bewährung.

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