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Stadt Wolfsburg IG Metall bot Kontrastprogramm gegen Rassismus
Wolfsburg Stadt Wolfsburg IG Metall bot Kontrastprogramm gegen Rassismus
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07:00 24.03.2018
Tag gegen Rassismus: Die IG Metall holte Alexander Häusler ins Hallenbad. Er sprach über Rechtspopulismus. Quelle: Sebastian Bisch
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Stadtmitte

 Im Kulturzentrum Hallenbad bot die IG Metall Wolfsburg rund 250 Gästen am Freitagabend ein Kontrastprogramm beim „Tag gegen Rassismus“. Erst sprach der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler, dann stand RebellComedy-Gründer Usama Elyas (Ususmango) auf der Bühne. Mit ihm konnte man über Rassismus sogar lachen.

Begrüßung: Christian Matzedda vom Arbeitskreis Migration der IG Metall hatte die Veranstaltung gemeinsam mit seinem Team auf die Beine gestellt. Quelle: Sebastian Bisch

Weniger witzig war, welche Einschätzungen Alexander Häusler zum Thema Rechtspopulismus eröffnete. Mehrfach mahnte der Mitherausgeber der Reihe „Edition Rechtsextremismus“ Veränderungen in der politischen Kultur in Deutschland seit den deutlichen Wahlerfolgen der AfD an. Diese sei „ein parteipolitisches Dach für den Rassismus auf der Straße“. Auch vor rechten Strömungen in der Familie der Gewerkschaften warnte der Wissenschaftler, nannte AVA, AidA, AöD und ALARM. Ihre Erfolge seien zwar bisher eher mäßig, dennoch betonte Häusler: „Die soziale Frage darf nicht von Rechts besetzt werden.“

„Ich bin Muslim, aber ich mag den Papst voll“

Ususmango stellte eine Vermutung an, in welchem Viertel „die Deutschen“ hierzulande wohl nicht wohnen: „Salzghetto?“ Applaus gab es dafür, dass sich Kurden und Türken im Hallenbad in einem Raum versammelten – wenn auch wohl „ganz weit auseinander“. Munter hüpfte der 36-Jährige dann von einem Thema zum anderen. „Ich bin Muslim, aber ich mag den Papst voll – der war mit 19 mal Türsteher“, erzählte er. Und er hätte zu gern gewusst, ob der ihn damals „wohl reingelassen“ hätte. Auch Familie war Thema: „Wie viele Geschwister hast Du? Sechs? Habt ihr alle eine eigene Jogginghose?“ Passend zur Osterzeit benannte Uususmango ein „DiLämma“: „Kinder vom Schaf sind so süß – und so lecker.“

Gut besucht: Hartwig Erb freute sich über volle Sitzreihen und eine gefüllte Spendenbox im Kulturzentrum Hallenbad. Quelle: Sebastian Bisch

Der 1. Bevollmächtigte Hartwig Erb und Christian Matzedda (Arbeitskreis Migration) freuten sich, dass sich die Spendenbox im Foyer mit Scheinen füllte. Das Geld ist für den Deutschen Kinderschutzbund Gifhorn. Hallenbad-Chef Frank Rauschenbach gefiel es, dass die Gewerkschaft mit dem Anti-Rassismus-Abend für eine bunte Kulturlandschaft warb, denn: „Nur durch Austausch kann man voneinander lernen.“

Von Andrea Müller-Kudelka

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