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IG Metall: Antifa-Woche gestartet

Wolfsburg IG Metall: Antifa-Woche gestartet

„Wolfsburg ist bunt und bleibt es auch“ - unter diesem Motto startete am Samstag die zehnte Woche des Antifaschismus der IG Metall. Den Auftakt bildete die Kranzniederlegung am Sara-Frenkel-Platz und die Eröffnung der Ausstellung „Am Herz der Welt“. Gestern folgte die Kranzniederlegung am Grab der Opfer des Kinderlagers in Rühen.

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Kranzniederlegung: Die Gewerkschaft eröffnete ihre Antifa-Woche mit dem Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus.

Quelle: Photowerk (bb)

Die Verbrechen des Naziregimes dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Mit Sara Frenkel war die ehemalige Zwangsarbeiterin, nach der der Platz am Nordkopf benannt ist, selbst vor Ort. „Deine Biografie steht stellvertretend für das Schicksal von vielen Menschen im Hitlerfaschismus. Sie steht auch für den Mut und die Aufrichtigkeit. Sie steht für Zivilcourage und den Einsatz für eine humane Gesellschaft“, sagt Hartmut Erb, 1. Bevollmächtigter der IG-Metall Wolfsburg. Frenkel selbst ließ ihre Rede verlesen. Ihre Botschaft: „Meine Arme sind zu schwach geworden, dieses Andenken zu erhalten. Deshalb lege ich diese Aufgabe in Ihre Hände.“

„Die Antifa-Woche ist aus Wolfsburg nicht mehr wegzudenken“, lobte Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Trotzdem gebe es in Sachen „Willkommenskultur“ gegenüber Flüchtlingen noch Nachholbedarf. „Einige müssen noch viel Verständnis dafür aufbringen, dass Menschen sich auf den Weg machen, egal aus welchen Gründen sie zu uns kommen“, stellte Mohrs klar. Dabei nahm er auch die Politik in die Pflicht. „Ich halte das für unverantwortlich, wie lange wir Menschen davon abhalten, bei uns arbeiten zu dürfen. Das ist eine politische Aufgabe, der wir uns stellen müssen.“

api

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