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Hotelier aus Syrien: Neustart für Ali Hamad Mohammad

Wolfsburg Hotelier aus Syrien: Neustart für Ali Hamad Mohammad

Ali Hamad Mohammad (49) kann seit Anfang des Jahres wieder fröhlicher lächeln.Der Hotelier und sechsfache Vater aus Dar‘a in Syrien hatte mit seiner Flucht fast alles verloren, kämpfte im Asylbewerberheim in Vorsfelde mit Depressionen. Jetzt hat er eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre - und eine Wohnung.

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Neues Heim: Ali Hamad Mohammad besaß in Dar‘a in Syrien zwei Hotels und sechs Restaurants - er wurde ausgebombt. Jetzt hat er eine Wohnung bei der VWI gefunden und hofft auf einen Job.

Quelle: Manfred Hensel

„Wir freuen uns, dass wir Herrn Mohammad unterstützen konnten. Sein vorbildliches Engagement, die deutsche Sprache zu lernen, zeigt, wie die Integration von Flüchtlingen gelingen kann“, sagt Ulrich Sörgel. Leiter Wohnimmobilien bei der VWI. Sabrina Zühlke (VWI Vertrieb) betont, dass sich der 49-Jährige wie jeder andere neue Mieter auch beworben und mehrere Monate gewartet habe.

Ziad Nemr, ehrenamtlich als Flüchtlingshelfer tätig, unterstützte ihn bei der Wohnungssuche – und übersetzt, wenn es mit der deutschen Sprache noch nicht so klappt. Ali Hamad Mohammad hat längst noch nicht so viel gelernt, wie er will. In der Schule habe er sich gefühlt wie ein Baby, jetzt wolle er weiter üben – am liebsten bei der Arbeit in einem Restaurant. Beim Jobcenter habe er schon nachgefragt. „Ich würde sogar ohne Lohn arbeiten“, versichert er.

Zwei Hotels und sechs Restaurants hätten ihm gehört erzählt er, zeigt per Handy Bilder und einen Youtube-Film, der die Zerstörungen in Syrien verdeutlicht. Als ein Hotel ausgebombt wurde und er seinen ältesten Sohn (18) zwei Tage in den Trümmern suchte, bevor er ihn schwer verletzt fand, packte er die Familie ins Auto und brachte seine Frau mit vier minderjährigen Kindern über die nahe Grenze in den Libanon. Er selbst floh über die Türkei, Griechenland und Belgien nach Deutschland, das er von Geschäftsreisen kannte. Hier wollte er ein Hotel kaufen, die Familie nachholen. Doch viel, viel Geld habe er für Schleuser und Bestechung zahlen müssen. Jetzt hofft er auf einen Neustart – und irgendwann auf die Rückkehr nach Syrien.

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