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Stadt Wolfsburg Hotel-Krise: Übernachtungszahlen deutlich gesunken
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Hotel-Krise: Übernachtungszahlen deutlich gesunken
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00:16 05.09.2016
Ein Zimmermädchen macht in einem Hotel das Bett: Die Übernachtsungszahlen in Wolfsburg sind deutlich zurückgegangen. Quelle: Oliver Berg
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Christiane Schuster, Chefin der Brackstedter Mühle, lebt von Geschäftstourismus und Tagungen, arbeitet seit Jahrzehnten mit VW zusammen. Die Krise sorgt bei ihr nicht nur für mehr leere Betten, „das Tagungsgeschäft ist komplett zusammengebrochen. Jetzt nach einem Jahr sehe ich eine ganz leichten Silberstreif am Horizon.“

Geschäftstourismus steht in Wolfsburg ganz oben. Die WMG vermarktet die Stadt seit Jahren zwar auch als touristische Destination und das Jahr 2015 gilt mit 555.000 Übernachtungen (inklusive Campingplatz) als eines der erfolgreichsten. Für 2016 stellt sich die Lage anders dar: „Aktuell kann die Entwicklung schwer prognostiziert werden“, sagt WMG-Geschäftsführer Joachim Schingale. So wurden im Januar, März und Mai weniger Übernachtungen registriert. In den Monaten Februar und April zum Vergleich zu 2015 wiederum mehr. Die WMG spricht aktuell von einem Rückgang von einem Prozent. Insider aus der Hotelbranche rechnen zum Jahresende dennoch mit einem Minus von mehr als zehn Prozent.

„Klar macht sich die Krise bemerkbar“, sagt auch Muhammet Akdere, Direktor der beiden Melia-Hotels „Tryp“ und „Innside“. Mit insgesamt 680 Betten und 340 Zimmern gehören die Häuser zu den größten der Stadt. „Wir glauben aber an den Standort und an VW“, so Akdere.

Aktuell gibt es 3519 Hotelbetten verteilt auf 37 Betriebe in der VW-Stadt. Mit dem Bau des Mariott-Hotels am Allersee, des Boardinghauses in Vorsfelde und der Erweiterung des Leonardo-Hotels in der City werden 350 Betten zusätzlich auf den krisengebeutelten Markt kommen. Als dies geplant wurde, war nichts von einer VW-Krise zu spüren. Im Gegenteil: Unter der Woche waren die Hotels zum Teil überlastet.

„Die neuen Betten werden den Markt verschieben. Die Preise könnten sinken“, glaubt Dehoga-Chef Wolfgang Strijewski und rechnet vor: „Um diese zusätzlichen Betten zu füllen, brauchen wir 80.000 Gäste mehr im Jahr.“ Die WMG glaubt nicht an einen Preisverfall, rechnet eher damit, dass eine Abwanderung der Gäste ins Umland gestoppt wird. Schingale: Wahrscheinlich sei aber, dass „ein qualitativer Verdrängungsprozess beginnen wird“.

jes

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