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Horst Ladendorf und sein knallroter Buggy

Wolfsburgs schönste Volkswagen Horst Ladendorf und sein knallroter Buggy

Der VW Buggy war immer ein Exot unter den Volkswagen. Heute sieht man abseits von Fan-Treffen kaum noch. Horst Ladendorf (73) hat seinen Buggy 1969 selbst zusammengebaut – und fährt ihn heute noch mit Begeisterung.

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Ein echter Hingucker: Horst Ladendorf liebt seinen feuerwehrroten Buggy.

Quelle: Carsten Bischof

Barwedel/Wolfsburg. An den Stränden von Kalifornien sind sie noch heute alltäglicher Kult, hierzulande sieht man sie nur selten: die VW Buggys. Horst Ladendorf hat sich seinen Buggy 1969 selbst zusammengebaut und fährt ihn heute noch. „Den gebe ich nie wieder her“, betont der VW-Rentner.

Ende der 60-er Jahre bot die Zeitschrift „Gute Fahrt“ einen Buggy-Bausatz an. Für 2750 Mark. Übers Autohaus Hotz kam er günstig an ein Fahrgestell. Gemeinsam mit seinem Neffen Hermann Wrede – er lernte damals gerade Kfz-Mechaniker im Autohaus Wolfsburg Knott griff er zu.

Der Buggy von Innen

Der Buggy von Innen.

Quelle: Carsten Bischof

Doch damit hatten die beiden lediglich Fahrgestell und Karosserie. „Also besorgte ich mir einen Unfallwagen zum Ausschlachten“, blickt der 73-jährige frühere VW-Rohbauer schmunzelnd zurück. „Vom 1300er Käfer konnten wir Motor, Getriebe und weitere Teile wie Vorderachse einbauen. So hatten wir eine schöne Winterarbeit 1969/70.“ Tank, Vorderreifen, Sitze – all das musste noch besorgt werden.

Dann kam der Frühling und die beiden VW-Fans rollten den gelben Buggy ans Tageslicht. „Ab dann haben wir wirklich viel Spaß mit dem Auto gehabt“, lacht Ladendorf. „Damals wurde gerade der Elbe-Seitenkanal gebaut – auf der Baustelle haben wir so manche Runde mit dem Spaßauto gedreht.“ Auch für den täglichen Weg zur Arbeit nutzte Ladendorf den Buggy: „Im Sommer sind wir zu viert drin gefahren. Ein Riesenspaß.“

Der Buggy-Motor

Der Buggy-Motor.

Quelle: Carsten Bischof

Mittlerweile sind natürlich viele Verschleißteile getauscht und ein neuer Motor drin. Auch die Farbe ist neu: nach gelb kam schlüpferblau, jetzt steht er feuerwehrrot in der Sonne. Die Recaro-Ledersitze sind saubequem – doch Horst Ladendorf fährt den wilden Buggy nur noch selten. „Vielleicht 2000 Kilometer im Jahr.“

Dennoch hat er Großes mit ihm vor: „In zwei Jahren wird er 50 – vorher wird er noch mal richtig aufgehübscht.“ Und dann gibt er ihn an den Sohn seines Neffen weiter. „Der Buggy bleibt in der Familie...“ So dass auch er ihn jederzeit wieder fahren kann. Natürlich nur bei gutem Wetter...

Von Carsten Bischof

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