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Stadt Wolfsburg Holger Boemke hatte Idee für neuen Ausweis-Namen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Holger Boemke hatte Idee für neuen Ausweis-Namen
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00:25 19.03.2018
Neuer Name für den Schwerbehindertenausweis: Die Idee für den „Meine-Teilhabe-Ausweis“ hatte der Wolfsburger Holger Boemke. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
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Wolfsburger

Der Schwerbehindertenausweis in Niedersachsen heißt künftig „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ oder „Meine-Teilhabe-Ausweis“. Neue Schutzhüllen machen dies möglich (siehe Text unten). Und wer hat’s erfunden? Ein Wolfsburger. Zumindest gehörte Holger Boemke (46) zu denjenigen, die ihre Namens-Vorschläge an die Landesregierung schickten.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Idee für einen Teilhabe-Ausweis genommen wurde“, so der 46-Jährige. Dabei hatte er kein großes Problem mit dem Original-Namen. „Ich persönlich fühlte mich nicht diskriminiert. An meinem Ausweis hat mich bisher nur interessiert, ob er noch gültig ist“, sagt er und ergänzt: „Aber es gibt Menschen, die sind da empfindlicher. Und das ist auch okay.“

Trotz Leben im Rollstuhl den Humor nicht verloren

Boemke erzählt, dass er seit seinem zwölften Lebensjahr auf den Rollstuhl angewiesen ist. Ein Impfschaden sei der Grund. „Ich hatte mir das Knie aufgeschlagen und bekam eine Tetanus-Auffrischung. Nur hat vorher keiner geprüft, wie viele Antikörper ich tatsächlich schon im Blut hatte“, erklärt er und scherzt: „Aber wäre das nicht passiert, würden Sie mich jetzt nicht fotografieren.“

Über den Plan der Landesregierung, Ausweishüllen mit neuen Namen zu entwickeln, sei in den Werkstätten der Lebenshilfe, wo er arbeitet, ausführlich diskutiert worden, berichtet der 46-Jährige. Die Aufschrift „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ sei zwar ganz lustig, gefällt ihm persönlich für ein offizielles Dokument aber nicht so gut.

„Teilhabe soll selbstverständlich werden“

„Teilhabe-Ausweis trifft’s“, findet er – denn darum gehe es schließlich, dass Menschen trotz Einschränkungen am „normalen“ Leben teilhaben können. „Das Wichtigste ist, dass sich in den Köpfen etwas bewegt“, betont er, „dass Teilhabe selbstverständlich wird.“ Und er hofft, dass der neue Name da etwas in Bewegung bringt.

Von Andrea Müller-Kudelka

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