Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 3 ° Regen

Navigation:
„Hitlerjunge Salomon“ erzählt aus seinem Leben

Lesung mit jüdischem Zeitzeugen: „Hitlerjunge Salomon“ erzählt aus seinem Leben

„Ich war Hitlerjunge Salomon“: Dieses Buch, nach dem der vieldiskutierte Film „Hitlerjunge Salomon“ entstand, ist die autorisierte Autobiographie des Juden Sally Perel, der hier nach über 40 Jahren des Schweigens das Geheimnis seiner doppelten Identität preisgibt: Er entkam dem Holocaust in der Uniform der Nazis und überlebte als Hitlerjunge Jupp Perjell. Jetzt kommt er nach Wolfsburg.

Voriger Artikel
Prostituierten-Mord: Fahndung bei XY
Nächster Artikel
Zehnte Komische Nacht: Zehn Lokale, zehn Künstler

Zeitzeuge:Reinhold Heinze (l.) und Claudia Kayser (r.) von den Lions und Schulleiterin Jennifer Voß freuen sich auf die Lesungen von und mit Sally Perel.

Quelle: Roland Hermstein

Stadtmitte. Das ist eine einmalige Gelegenheit: Der Holocaust-Überlebende Sally Perel alias „Hitlerjunge Salomon“ kommt am Freitag, 8. September, zu zwei Lesungen nach Wolfsburg. Um 9.30 Uhr spricht er vor 500 Schülern der Jahrgänge acht bis zwölf im Ratsgymnasium, um 19.30 Uhr ist er im Phaeno zu Gast. Veranstalter ist der Lions Club Wolfsburg.

Sally Perel

Sally Perel: Der Holocaust-Überlebende kommt auf Einladung des Lions-Club nach Wolfsburg.

Quelle: Archiv

Sally Perel hat seine Geschichte als jüdischer Jugendlicher in Nazi-Deutschland schon unzählige Male erzählt, ist mittlerweile 92 Jahre alt. Rund 40 Jahre lang habe er gebraucht, so Perel, um seine Autobiographie zu schreiben. Er habe eine zeitliche Distanz gebraucht. Schließlich habe er seine Geschichte möglichst objektiv niederschreiben wollen. „Ich habe damals doch selbst ’Heil Hitler’ geschrien – als Jude“, betont er. „Das Schreiben war für mich eine Therapie.“ Nun sehe er es als seine Mission an, „die Erinnerung an die nächste Generation zu übergeben, sie darf nicht vergessen werden“.

Zu Wolfsburg hat er eine ganz besondere Beziehung: Er war Dolmetscher der Roten Armee und ist über die Grenze in Oebisfelde in die Stadt des KdF.-Wagens geflohen. Jetzt freue er sich darauf, wieder einmal in der VW-Stadt vor Jugendlichen und Erwachsenen zu reden, „ich bin auf die Reaktionen gespannt“, sagt er.

Das ist auch Schulleiterin Jennifer Voß: „Die Schüler freuen sich darauf! Sie haben die Chance, einem Zeitzeugen zu begegnen.“ Genau das sei das Ziel der Veranstaltungen, sagt Lions-Präsidentin Claudia Kayser.

Karten gibt es Vorverkauf im Phaeno, bei Klarhöfer Blumen (Lessingstraße 68/70), Friseursalon Arkadius (Schillerstraße 45) und die Volksbank BraWo (Am Mühlengraben 1) und an der Abendkasse.

Von Carsten Bischof

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr