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Historiker wünscht sich Zeichen der Erinnerung

Wolfsburg: Lynchmord an US-Pilot Historiker wünscht sich Zeichen der Erinnerung

Der Lynchmord am amerikanischen Piloten Sidney A. Benson im zweiten Weltkrieg ist ein ebenso dunkles wie weitgehend unbekanntes Kapitel in der Wolfsburger Geschichte. Heute jährt sich zum 70. Mal der Tag, an dem das Urteil gegen den vermeintlichen Mörder Helmut Lippmann gefällt wurde.

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Tatort im Elsterweg: Historiker Roland Beilner wünscht sich, dass ein Zeichen im öffentlichen Raum an den Lynchmord am amerikanischen Piloten Sidney A. Benson erinnert.

Quelle: Roland Hermstein

Historiker Roland Beilner möchte die Erinnerung an den Fall aufrecht erhalten - am besten durch ein Zeichen im öffentlichen Raum.

„Ich denke, das wäre ein wichtiger Beitrag zu unserer politischen Erinnerungskultur“, sagt Beilner (68). Der frühere Politik-Lehrer hat sich jahrelang mit dem Fall beschäftigt, arbeitete mit an einem Forschungsprojekt und steuerte ein Kapitel zum Buch „Luftkrieg und Heimatfront“ bei, das Dr. Günter Riederer vom Institut für Zeitgeschichte herausgab.

Auch wenn gegen den HJ-Führer Helmut Lippmann als vermeintlichen Pilotenmörder mehrere Urteile ergingen, für Roland Beilner steht fest: „Lippmann war natürlich nicht ohne Schuld. Aber die wahren Mörder hat man nie zur Rechenschaft gezogen.“ Lippmann hatte dem amerikanischen Piloten in den Rücken geschossen, ihn aber nur leicht verletzt. Tatsächlich wurde Sidney A. Benson kurz darauf von einer handvoll deutscher Luftschutzwarte zu Tode geprügelt. „Das muss uns für immer eine Lehre bleiben, welche Stimmung im NS-Regime durch Propaganda erzeugt wurde. Eine Stimmung, die Menschen zu Mördern werden ließ. Wir müssen kapieren, wie wertvoll Demokratie ist und sie verteidigen.“

In Beilners Augen am besten durch ein Zeichen im öffentlichen Raum. Im Ortsrat Stadtmitte habe es bereits die Anregung gegeben, eine Straße im neuen Baugebiet Hellwinkel nach Sidney A. Benson zu benennen: „Zusammen mit einer kurzen Legende wäre das sehr sinnvoll.“

 fra

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