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Stadt Wolfsburg Hilfsbereitschaft der Wolfsburger war riesig
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Hilfsbereitschaft der Wolfsburger war riesig
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00:25 12.11.2014
Suppe für die DDR-Bürger: Die Hilfsbereitschaft in Wolfsburg war riesig.
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Bäckermeister Rolf Wolters erinnert sich noch an eine Sonderschicht kurz nach dem Mauerfall. „Als der erste Ansturm von DDR-Bürgern nach Wolfsburg kam, um das Begrüßungsgeld abzuholen, musste auch Verpflegung her“, so Wolters. Die Stadt bestellte tausende Brötchen. Wolters, sein Sohn Stefan und zwei Mitarbeiter backten am Sonntag den ganzen Tag. „Das DRK hatte einen Pendelverkehr von der Backstube zum Rathaus eingerichtet und stand fortlaufend an unserer Tür, um die frisch gebackenen Brötchen abzuholen“, so Wolters.

Das DRK richtete im DRK-Heim am Walter-Flex-Weg ein Feldbetten-Lager her – für die DDR-Bürger, die mit dem Zug nach Wolfsburg kamen oder darauf warteten, dass Verwandte sie abholten. „Wir besorgten Würstchen beim Fleischer, kochten Suppe und versorgten die Menschen mit Kaffee und Getränken“, erinnert sich Peter Wagner vom DRK. Für die Kinder gab es eine Spielzeug-Kiste.

Nach der ersten Nacht nahm Wagner eine Familie zum Frühstück mit nach Hause. „Das Kind der DDR-Familie war überglücklich, als meine Tochter ihm zwei Stofftiere aus dem Kinderzimmer schenkte und die Erwachsenen waren ganz neidisch auf unser französisches Bett mit eingebautem Radio“, erinnert sich Wagner.

Übernachtet wurde nicht nur beim DRK, sondern auch im Bettenlager im Vorsfelder Schulzentrum oder gleich direkt in der Bürgerhalle. „Übers Radio haben wir die Wolfsburger aufgefordert, DDR-Bürger mit nach Hause zu nehmen und ihnen Platz zum Schlafen anzubieten“, weiß Lothar Laubert. Er war 1989 Abteilungsleiter für Katastrophenschutz bei der Stadt und koordinierte gemeinsam mit Friedhelm Peter die Versorgung der DDR-Bürger. „Wir haben Lebensmittelmärkte, Fleischer und die Molkerei in Vorsfelde eingeschaltet und dort Lebensmittel abgeholt“, so Laubert. Überall sei die Hilfsbereitschaft groß gewesen.

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