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Hilfe für gewalttätige Partner:Täterberatungsstelle geplant

Drei Vereine wollen neues Angebot einrichten Hilfe für gewalttätige Partner:Täterberatungsstelle geplant

Kommt es in einer Paarbeziehung zu Gewalt, besteht für Betroffene kaum eine Möglichkeit, sich aus eigener Kraft aus einer solch unerträglichen Situation zu befreien. Neben Opferschutz wollen Frauenhaus, der Verein Dialog und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Beate Ebeling, gerade auch den überwiegend männlichen Tätern konkrete Hilfen anbieten.

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Hilfsangebote für gewalttätige Partner: (v.l.) Gleichstellungsbeauftragte Beate Ebeling, die Geschäftsführerin vom Wolfsburger Frauenhaus Heide Kruse sowie die Geschäftsführerin des Vereins Dialog arbeiten an der Einrichtung einer Täterberatungsstelle in Wolfsburg. Foto: Britta Schulze

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. Die drei Partner arbeiten an der Einrichtung einer neuen Beratungsstelle.

Dort sollen Männer, die gewalttätig geworden sind, gezielte Unterstützung erhalten, ihr Verhalten zu verändern. „Wichtig ist, dass Täter dafür einstehen und Verantwortung übernehmen“, erläutert Beate Ebeling. In Einzel- und Gruppengesprächen sollen dann Strategien erarbeitet werden, wie sich Gefühle kontrollieren und Konflikte mit der Partnerin friedlich lösen lassen. Das ist allerdings zumeist alles andere als ein einfacher Weg.

„Der Mann hat viele Facetten und die Frauen lieben ihren Partner“, sagt Heide Kruse, Geschäftsführerin des Wolfsburger Frauenhauses, und beschreibt damit zugleich eine der Schwierigkeiten, sich von einem schlagenden Partner zu lösen. „Gewalt zerstört das Selbstbewusstsein. Gerade wenn auch Kinder betroffen sind, entsteht bei Frauen schnell das Gefühl, plötzlich allein dazustehen“, schildert Daniela Cevik vom Verein „Dialog“ Erfahrungen aus ihrer Beratungspraxis.

Zusammen mit Beate Ebeling und Heide Kruse macht sie sich für die Einrichtung einer Täterberatungsstelle in Wolfsburg stark. „Täterberatung ist zugleich Opferschutz“, nennt Beate Ebeling einen Kerngedanken. Nach der erfolgten Fertigstellung des inhaltlichen Konzeptes soll in einem nächsten Schritt möglichst das Land Niedersachsen als Geldgeber gewonnen werden. Mögliche Räumlichkeiten für die Täterberatungsstelle im Stadtgebiet gibt es derzeit noch nicht.

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