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Hier landet Abwasser von 90.000 Haushalten

Wolfsburg-Brackstedt Hier landet Abwasser von 90.000 Haushalten

Wer einen Blick in die Zukunft werfen will, kann das am Stahlberg in Brackstedt tun. Dort sitzen die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) und praktizieren das, wovon andere Kommunen noch weit entfernt sind: einen Wasser- und Energiekreislauf. Und der soll sogar bald noch besser funktionieren.

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Beeindruckende Anlage: Gerhard Meier (r.), Vorstand der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe, und Abteilungsleiter Marc Stuben im Klärwerk in Brackstedt.

Quelle: Manfred Hensel

Das Klärwerk am Stahlberg ist für 90.000 Haushalte in Wolfsburg und im Boldecker Land zuständig. Wer den Wasserhahn aufdreht, die Waschmaschine anstellt oder die Toilettenspülung betätigt, pumpt Abwasser zum Stahlberg (oder in eines von zwei weiteren Klärwerken). In Zahlen: 70 Pumpstationen drücken das Abwasser durch ein unterirdisches Kanalisationsnetz, das insgesamt 1100 Kilometer lang ist. Acht Millionen Kubikmeter Abwasser reinigen die WEB Jahr für Jahr. Und das vorbildlich: „Wir vereinigen die gesamte Beseitigung und Verwertung in einem Betrieb“, betont WEB-Vorstand Dr. Gerhard Meier. „Vom Abtransport aus den 90.000 Haushalten bis zur Wiederverwertung durch die Landwirtschaft.“

Das funktioniert vereinfacht so: Das Abwasser wird in Becken biologisch (mit Bakterien) in mehreren Schritten gereinigt. Übrig bleiben sauberes Wasser und Klärschlamm. Das Wasser wird auf landwirtschaftlichen Flächen in Brackstedt und Jembke verregnet, der Klärschlamm wird getrocknet und verbrannt - zum Heizen.

Und damit nicht genug: Das verregnete Wasser enthält Phosphor und Stickstoff. „Nährstoffe, die das Pflanzenwachstum fördern“, erklärt Marc Stüben, Abteilungsleiter Pumpwerke und Kläranlagen.

Auf vielen Feldern wächst Mais, den die Landwirte zum Stahlberg liefern: als Rohstoff für die Biogasanlage. In drei Gärbehältern fault die Mais-Silage. Dabei entsteht Methangas, „dieses Gas betreibt zwei Blockheizkraftwerke“. berichtet Stüben. Pro Jahr erzeugt die WEB 17 Millionen Kilowattstunden Strom und zwölf Millionen Kilowattstunden Fernwärme. Was übrig bleibt, der Gär-Rest, erhält Phosphor und wird als Dünger genutzt - und der Kreislauf beginnt von vorn.

bis

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