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Hier finden Kinder in den Alltag zurück

Wolfsburg: Klinik für Psychosomatik Hier finden Kinder in den Alltag zurück

Kinder und Jugendliche haben unterschiedliche Talente. Wenn massive Ängste den Alltag bestimmen, drohen die eigenen Fähigkeiten auf der Strecke zu bleiben. Die Abteilung Psychosomatik der Kinder- und Jugendklinik am Wolfsburger Klinikum verfolgt das Ziel, betroffenen jungen Menschen neue Handlungsroutinen und Selbstbewusstsein zu vermitteln.

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Hilfsangebote sind immer Teamsache: Prof. Dr. Gernot Sinnecker, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik, die leitende Psychologin Reinhild Zenk und Stationsleiterin Ayla Bulut (v.l.) arbeiten eng zusammen.

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg. Der Raum ist hell, farbenfroh und steckt voller Spielmöglichkeiten. „Wir schaffen für Kinder eine wertschätzende Atmosphäre“, sagt Reinhild Zenk, leitende Psychotherapeutin. Die jungen Patienten leiden beispielsweise an Schulängsten oder Problemen im Elternhaus. Diese können so stark ausgeprägt sein, dass ein normaler Alltag nicht mehr möglich ist. „Es gibt etwa Kinder, die monatelang nicht mehr zur Schule gegangen sind und Herzrasen bekommen, wenn sie sich dem Schulgebäude nur nähern“, berichtet Zenk.

In vielen Gesprächen und Gruppenangeboten versucht die Diplom-Psychologin mit ihrem Team kindliche Neugierde, Motivation und Freude an Alltagsdingen wieder zu wecken. Hinzu kommen Musikangebote, Ausflüge auf den Tierhof und der Umgang mit Kaninchen in der stationären Therapie, die in der Regel zwischen vier und acht Wochen dauert. Oberstes Ziel bei dem Aufenthalt: Die drei- bis 18-jährigen Patienten an verlässliche Alltagsabläufe zu gewöhnen.

„Psychischer Stress wirkt sich auch bei Kindern immer auf die Gesundheit aus“, erläutert Prof. Dr. Gernot Sinnecker, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik. Körperliche Symptome könnten etwa Schwindel, Rückenschmerzen, Erbrechen oder Atembeschwerden sein. Entscheidend ist für den Mediziner, die Familien der jungen Patienten eng in die Behandlung einzubinden. Jährlich werden 100 Kinder und Jugendliche in der Abteilung Psychosomatik behandelt. Gründe für den wachsenden Bedarf sieht Sinnecker unter anderem in dem Verlust an Kommunikation in der Familie, Stress in Schule und Beruf, wenig Zeit für Sport und Spiel und eigene Erfahrungen. Die virtuelle Welt von Handy und Computer sei kein Ersatz für echte Beziehungen in Familie und Freundeskreis.

Weitere Informationen über die Abteilung Psychosomatik gibt es unter Telefon 05361/ 801345.

joe

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