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Stadt Wolfsburg Heinenkamp: Verdi-Aktion gegen Dumpinglöhne
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Heinenkamp: Verdi-Aktion gegen Dumpinglöhne
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00:16 07.09.2013
„Wir streiken“: Verdi-Protest gestern auf dem Parkstreifen neben Buhl. Quelle: Britta Schulze
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Das Möbelhaus steht aus Gewerkschaftssicht ebenso wie die zentral geführten Edeka-Märkte, Real und viele Discounter auf der Liste der schwarzen Arbeitgeber-Schafe: „Wenn Nachtzuschläge wegfallen sollen, Löhne 70 Prozent unter Tarif gezahlt und qualifizierte Ausbildung nicht anerkannt wird, ist das aus unserer Sicht sittenwidrig“, sagt Verdi-Einzelhandelssekretär Eberhard Buschbom.

Da die Tarifverträge seit Ende April gekündigt seien und die Arbeitgeber sich weiteren Gesprächen verschließen würden, streut die Gewerkschaft immer wieder Streiks ein - gestern war Wolfsburg dran.

Viele der Teilnehmer aber kamen vom Real-Markt aus dem benachbarten Helmstedt, so wie Packerin Silvia Kniep: „Früher haben wir die Arbeit mit 13 Kollegen erledigt, heute sind wir noch fünf - und sollen für die Mehrarbeit weniger Geld bekommen“, sagt sie.

Dass sich der entschiedene Eintritt für die eigenen Interessen lohnen kann, unterstrich Edeka-Betriebsratsvorsitzender Sascha Tietz: „Nachdem Edeka die Wolfsburger Märkte wieder zentral führt und nach Tarif zahlt, haben manche Kolleginnen 600 Euro mehr auf dem Lohnzettel.“ Allerdings würden vereinbarte Arbeitszeiten auf Arbeitgeberseite weiterhin eher als „Empfehlung“ angesehen - auch ein Grund, warum die Streiks bis zu einem neuen Tarifabschluss weiter gehen könnten.

fra

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